Abbildung nicht verbindlich
Inhaltsverzeichnis
Hinweise bei Schwangerschaft
- Anwendung nur nach sorgfältiger Nutzen-Risiko-Abwägung
- keine ausreichenden Daten zur Anwendung während der Schwangerschaft
- empfohlene Zufuhr an Vitamin B6: 2,4 - 2,6 mg Pyridoxinhydrochlorid / Tag
- im empfohlenden Dosierungsbereich bisher keine Risiken bekannt
Hinweise und Vorsichtsmaßnahmen
- Bedarf an Vitamin B6 ist abhängig vom Protein-Umsatz und steigt mit der Eiweiß-Zufuhr:
- Empfohlene Vitamin-B6-Aufnahme: 0,02 mg / g Nahrungsprotein
- zur Vermeidung eines Defizits:
- Männer 1,8 mg / Tag
- Frauen 1,6 mg / Tag
- Schwangerschaft: Zulage von 1,0 mg / Tag empfohlen
- Stillzeit: Zulage von 0,6 mg / Tag empfohlen
- Mehrbedarf an Vitamin B6 kann bestehen bei:
- Langzeitgabe von Arzneimitteln
- Erkrankungen
- Stoffwechselstörungen
- gleichzeitige Gabe von Pyridoxinantagonisten (z. B. Hydralazin, Isoniazid - INH, Cycloserin, D-Penicillamin)
- Anhaltspunkte für einen Vitamin-B6-Mangel sind:
- Erhöhte Xanthurensäure-Ausscheidung nach Tryptophan-Belastung
- Verminderte Ausscheidung von 4-Pyridoxinsäure
- Erniedrigte Serumwerte für Pyridoxal-5-phosphat
- Erniedrigte erythrozytäre Glutamat-Oxalacetat-Transaminase-Aktivität
- mögliche Begleiterkrankungen bei Vitamin B6 Mangel:
- Seborrhoische, dermatitisartige Veränderung
- Blepharokonjunkvititis
- Hypochrome Anämie
- Periphere Neurititiden
- Hyperoxalurie mit Steinbildung im Bereich der ableitenden Harnwege
- Zerebrale Krämpfe
Nebenwirkungen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Allergische Reaktionen
- ohne Häufigkeitsangabe
- in höheren Dosierungen (> 30 mg / Tag):
- Neuropathien:
- ataktische Gangstörungen
- Reflexstörungen
- Beeinträchtigung von Tast- Vibrations- und Temperatursinn
- Fehlen von Aktionspotentialen sensibler Nerven
- Neuropathien:
- Subepidermale vesikuläre Dermatose
- Vermehrte Dopaminfreisetzung mit Hemmung der Prolaktinfreisetzung im Hyphysenvorderlappen
- Übelkeit
- Kopfschmerzen
- Schläfrigkeit
- SGOT-Anstieg
- Reduzierte Serumspiegel an Folsäure
- in höheren Dosierungen (> 30 mg / Tag):
Kontraindikation
- Überempfindlichkeit gegen Pyridoxinhydrochlorid
Hinweise bei Stillzeit
- Anwendung nur nach sorgfältiger Nutzen-Risiko-Abwägung
- keine ausreichenden Daten zur Anwendung während der Stillzeit
- empfohlene Zufuhr: 2,4 - 2,6 mg
- Übergang in Muttermilch
- hohe Dosen können die Milchproduktion hemmen
Anwendung
- Einnahme unzerkaut mit ausreichender Flüssigkeit
Dosierung
- individuelle Dosisfestlegung durch den behandelnden Arzt
- Erwachsene (Dosisempfehlungen in der Regel)
- Therapie einer peripheren Neuropathie infolge medikamenteninduzierten VitaminB 6 -Mangels
- 50 mg - 300 mg Pyridoxinhydrochlorid (bis zu 3 Tabletten) / Tag
- Therapie von pyridoxinnabhängigen Störungen (Primäre Hyperoxalurie Typ I, Homocystinurie, Cystathioninurie, Xanthurensäureurie, Vitamin-B-6-Mangel bedingte hypochrome mikrozytäre Anämie)
- 10 mg - 250 mg Pyridoxinhydrochlorid / Tag
- optional in Einzelfällen Dosissteigerung: bis 600 mg (bis zu 6 Tabletten) und mehr Pyridoxinhydrochlorid / Tag
- Therapie von pyridoxinabhängigen Störungen (Sideroblastische Anämie)
- > 200 mg Pyridoxinhydrochlorid (> 2 Tabletten) / Tag
- Therapie einer peripheren Neuropathie infolge medikamenteninduzierten VitaminB 6 -Mangels
- Kinder (Dosisempfehlungen in der Regel)
- Therapie einer peripheren Neuropathie infolge medikamenteninduzierten VitaminB 6 -Mangels
- 50 mg - 200 mg Pyridoxinhydrochlorid (bis zu 2 Tabletten) / Tag
- Erhaltungstherapie nach Vitamin-B 6 -Mangel bedingten Krämpfen bei Neugeborenen und Säuglingen
- 2 mg - 200 mg Pyridoxinhydrochlorid (bis zu 2 Tabletten) / Tag
- optional: Dosissteigerung abhängig vom Alter und eventuellen weiteren Erkrankungen notwendig
- Therapie von pyridoxinabhängigen Störungen
- Kinder > 1 Jahr
- 10 mg - 250 mg (im ersten Lebensjahr 2 mg bis 15 mg) Pyridoxinhydrochlorid / Tag
- Kinder im ersten Lebensjahr
- 2 mg - 15 mg Pyridoxinhydrochlorid / Tag
- Kinder > 1 Jahr
- Therapie einer peripheren Neuropathie infolge medikamenteninduzierten VitaminB 6 -Mangels
- Anwendungsdauer: abhängig von der Art und Schwere der Grunderkrankung
- Hinweise
- ausreichende Dosis zur Behandlung einfacher Vitamin-B 6 -Mangelzustände: 25 mg Pyridoxinhydrochlorid (Vitamin B 6 ) / Tag
- Beobachtung von peripheren sensorischen Neuropathien bei langfristiger Einnahme von Tagesdosen > 50 mg Pyridoxinhydrochlorid sowie bei kurzfristiger Einnahme von Dosen im Grammbereich
- beim Auftreten von Anzeichen einer peripheren sensorischen Neuropathie (Paraesthesien) Dosierung überprüfen und das Medikament ggf. absetzen
Indikation
- Erwachsene
- Therapie einer peripheren Neuropathie infolge medikamenteninduzierten Vitamin B6-Mangels (Pyridoxinantagonisten wie z.B. Isoniazid, D-Penicillamin, Cycloserin)
- Therapie von pyridoxinabhängigen Störungen (Primäre Hyperoxalurie Typ I, Homocystinurie, Cystathioninurie, Xanthurensäureurie, Sideroblastische Anämie, Vitamin-B-6-Mangel bedingte hypochrome mikrozytäre Anämie)
- Kinder
- Therapie einer peripheren Neuropathie infolge medikamenteninduzierten Vitamin-B-6-Mangels (Pyridoxinantagonisten wie z.B. Isoniazid, D-Penicillamin, Cycloserin)
- Erhaltungstherapie nach Vitamin-B-6-Mangel bedingten Krämpfen bei Neugeborenen und Säuglingen
- Therapie von pyridoxinabhängigen Störungen bei Kindern über 1 Jahr (Primäre Hyperoxalurie Typ I, Homocystinurie, Cystathioninurie, Xanthurensäureurie, Sideroblastische Anämie, Vitamin-B-6-Mangel bedingte hypochrome mikrozytäre Anämie)