Abbildung nicht verbindlich
Produktinformationen Vitamin B12-Hevert plus Folsäure 2x20 Amp.
Preisvergleich Packungsbeilage / BeipackzettelInhaltsverzeichnis
Hinweise bei Stillzeit
- eine Anwendung während der Stillzeit ist möglich, keine Risiken bekannt
- Sicherheit einer höheren Dosierung nicht gewährleistet
- Dosierung von mehr als 5 mg 1mal / Tag in der Stillzeit kontraindiziert
- Empfohlene tägliche Vitamin B12-Zufuhr in der Stillzeit: 4 µg
- Übergang in die Muttermilch
Hinweise zur Verkehrstüchtigkeit/Bedienung von Maschinen
- kein oder vernachlässigbarer Einfluss auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen
Nebenwirkungen
- Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- nach sehr hohen Folsäure-Dosierungen
- gastrointestinale Störungen
- nach sehr hohen Folsäure-Dosierungen
- ohne Häufigkeitsangabe
- nach sehr hohen Folsäure-Dosierungen
- bei gleichzeitiger Gabe von 5-Fluorouracil Schleimhautintoxikationen möglich (z. B. in Form von schweren Durchfällen)
- nach sehr hohen Folsäure-Dosierungen
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Psychiatrische Erkrankungen
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- nach sehr hohen Folsäure-Dosierungen
- Schlafstörungen
- Erregung
- Depression
- Alpträume
- nach sehr hohen Folsäure-Dosierungen
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Erkrankungen des Immunsystems
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- allergische Reaktionen, z. B.
- Erythem
- Pruritus
- Bronchospasmus
- Übelkeit
- anaphylaktischer Schock
- allergische Reaktionen, z. B.
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Erkrankungen des Nervensystems
- ohne Häufigkeitsangabe
- nach sehr hohen Folsäure-Dosierungen
- Krampfbereitschaft kann unter zusätzlicher Therapie mit Antiepileptika zunehmen
- nach sehr hohen Folsäure-Dosierungen
- ohne Häufigkeitsangabe
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Schmerzen
- Schwellung am Injektionsort
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Akne
- ekzematöse und urtikarielle Arzneimittel-Reaktionen
- anaphylaktische bzw. anaphylaktoide Reaktionen
Hinweise und Vorsichtsmaßnahmen
- auch bei lebensbedrohlicher Megaloblasten-Anämie wegen der Gefahr bleibender Schäden des Nervensystems vor Therapiebeginn Vitamin-B12-Mangel ausschließen (Sicherstellung von Serum- und Erythrozyten-Proben und Bestimmung des Vitamin-B12-Gehaltes)
- Folsäure und Vitamin B12 bewirken Retikulozytenanstieg im Blut
- Gabe eines der beiden Vitamine kann u. U. den Mangel des anderen Vitamins maskieren
- Comedikation mit Folsäure wg. Folsäuremangel
- bei Patienten mit
- neurologischen Symptomen
- starker Leukopenie
- Blutungsneigung
- scheinbaren Behebung des Vitamin B12-Mangelzustandes
- der Vitamin B12-Mangel kann nach Normalisierung der hämatologischen Werte weiterbestehen
- bei Patienten mit
Kontraindikation
- Überempfindlichkeit gegen Folsäure
- bei Megaloblastenanämie unbekannter Ursache vor Behandlungsbeginn prüfen, ob ein Folsäuremangel vorliegt
- Megaloblastenanämie infolge isolierten Vitamin B12-Mangels
- wegen Gefahr irreversibler neurologischer Störungen vor Therapie einer Megaloblastenanämie sicherstellen, dass diese nicht auf einem Vitamin-B12-Mangel beruht
- der durch Folsäuregabe hervorgerufene Retikulozytenanstieg kann einen Vitamin-B12-Mangel maskieren
- Überempfindlichkeit gegen Cyanocobalamin
Hinweise bei Schwangerschaft
- kontrollierte Studien mit Tagesdosen bis 5 mg Folsäure ergaben keine Hinweise auf Embryo- oder Fetotoxizität
- Folsäure-Supplementierung kann das Risiko von Neuralrohrdefekten vermindern
- Sicherheit einer höheren Dosierung nicht gewährleistet
- Dosierung von mehr als 5 mg 1mal / Tag in der Schwangerschaft kontraindiziert
- Empfohlene tägliche Vitamin B12-Zufuhr in der Schwangerschaft: 4 µg
- Keine Hinweise auf nachteilige Auswirkungen für den Fötus durch höhere Dosen
Anwendung
- flüssige, sterile Darreichungsform zur intramuskulären Injektion
- langsam intravenöse oder subcutane Injektion möglich
- beim Zumischen anderer Stoffe ist mit einem Wirkverlust zu rechnen, wg. Instabilität von Vit. B12
- In vitro inkompatibel mit
- Aminophyllin
- Amphotericin
- Barbituraten
- Chloramphenicol
- Phenothiazin
- Erythromycin
- Hydrocortison
- Novobiocin
- Prochlorperazin
- Sulfonamiden
- Tetracyclinen
- Ascorbinsäure
- In vitro inkompatibel mit
- Darreichungsform zur parenteralen Anwendung
- intravenöse, subkutane oder intramuskulären Injektion je nach Anweisung der entsprechenden Produktinformation möglich
Dosierung
- manifester Vitamin B12 Mangel
- Initialdosis: 100 µg 1 mal / Tag oder 250 µg alle 2 Tage oder1000µg 1 mal / Woche oder1000µg 2 mal / Woche oder1500µg 2 mal / Woche oder1.u .2. Woche 2500 µg 3 mal / Woche ;ab 3.Woche 2500µg 2 mal / Woche
- Erhaltungsdosis: 100 - 1000µg
- Behandlungsdauer: unbegrenzt, jedoch niederen Dosen w.g. renaler Elimienierung bei gefüllten Speichern
- Bei nachgewiesenen Vitamin-B12-Resorptionsstörungen im Darm anschließend
- Erhaltungsdosis: 100 - 1000 µg 1 mal / Monat, lebenslang
- Behandlungsdauer: unbegrenzt, bei guter Verträglichkeit
- Therapie und Prophylaxe eines Folsäuremangels
- Initialdosis, je nach Bedarf: 1 - 5 mg 1mal / Tag i.v. oder i.m.
- Dauertherapie, je nach Bedarf: 1 - 5 mg 1 - 3mal / Woche i.v. oder i.m.
- Behandlungsdauer:
- vom Ausmaß des Folsäuremangels abhängig, richtet sich nach dem klinischen Bild und ggf. nach den entsprechenden labordiagnostischen Parametern
- individuell zu entscheiden
- Therapie von Folsäuremangelzuständen bei Dialysepatienten
- je nach Bedarf: 10 - 20 mg 1 - 3mal / Woche i.v. oder i.m
Indikation
- manifester Vitamin-B12-Mangel, der ernährungsmäßig nicht behoben werden kann, z. b.bei
- hyperchrome, makrozytäre Megaloblastenanämie
- Perniciosa
- Biermer-Anämie
- Addison-Anämie
- neurologische Störung, wie funikuläre Spinalerkrankung
- jahrelanger Mangel- und Fehlernährung (z.B. durch streng vegetarische Ernährung)
- angeborenen Vitamin-B12-Transportstörungen
- Malabsorption durch
- ungenügende Produktion von Intrinsic-Faktor
- Erkrankungen im Endabschnitt des Ileums, z.B. Sprue
- Fischbandwurmbefall
- Blind-loop-Syndrom
- hyperchrome, makrozytäre Megaloblastenanämie
- Prophylaxe und Therapie von Folsäuremangelzuständen, wenn eine orale Folsäuresubstitution nicht möglich oder die rasche Behebung eines ausgeprägten Mangelzustands dringend erforderlich ist
- Therapie von Folsäuremangelzuständen bei Dialysepatienten, wenn eine orale Folsäuresubstitution nicht möglich und mit der Standarddosierung keine ausreichende Wirksamkeit zu erzielen ist