Abbildung nicht verbindlich
Inhaltsverzeichnis
Hinweise / Warnhinweise für Anwendung und Dosierung
Mit Flüssigkeit einnehmen. Einnahme vor dem Essen.
Hinweise / Warnhinweise für Reaktionsvermögen
Beeinträchtigung des Reaktionsvermögens durch Arzneistoff und/oder Nebenwirkung, Teilnahme am Straßenverkehr und Bedienen von Maschinen eingeschränkt möglich.
Hinweise bei Schwangerschaft
- während der Schwangerschaft sollte Clemastin nur nach strenger Indikationsstellung angewendet werden
- keine klinischen Daten über exponierte Schwangere vorliegend
- tierexperimentellen Studien
- in tierexperimentellen Studien zeigte Clemastinfumarat keine teratogenen Effekte,
- jedoch schädliche Auswirkungen auf die postnatale Entwicklung festgestellt
Dosierung
- chronische idopathische Urticaria (Nesselsucht ohne erkennbare Ursache)
- symptomatische Linderung von allergischer Rhinitis (saisonal oder perennial), wenn gleichzeitig eine Sedierung indiziert ist
- Erwachsene und Jugendliche > 12 Jahre
- 1 Tablette 2mal / Tag (je 1 mg Clemastin morgens und abends)
- tägliche Maximaldosis: in schweren Fällen bis zu 6 mg Clemastin (6 Tabletten)
- Kinder ab 6 - 12 Jahre
- 1/2 Tablette 2mal / Tag
- tägliche Maximaldosis: in schweren Fällen bis zu 1 Tablette 2mal / Tag
- Erwachsene und Jugendliche > 12 Jahre
Hinweise und Vorsichtsmaßnahmen
- empfohlene Dosierung und Anwendungsdauer sollte nur nach sorgfältiger Nutzen/Risikoabwägung durch den Arzt überschritten werden
- gleichzeitige Einnahme von Makrolid- Antibiotika (z.B. Erythromycin, Clarithromycin) oder Antimykotika vom Azol-Typ (bestimmte Mittel gegen Pilzerkrankungen)
- sollte unterbleiben
- besondere Vorsicht und ggf. EKG-Kontrollen, da erhöhtes Risiko für Arrhytmien nicht auszuschließen ist, bei Patienten mit
- manifesten kardialen Erkrankungen
- dem angeborenen Long-QT-Syndrom
- Störungen der Blutelektrolyte
- Patienten mit Epilepsie oder in der Vergangenheit aufgetretenen Krampfanfällen
- Antihistaminika mit Vorsicht anwenden
- Ältere Patienten
- Vorsicht bei älteren Patienten, da diese anfälliger für Nebenwirkungen wie paradoxe Erregung sein können
- Gebrauch bei älteren Patienten mit Verwirrtheit soll vermieden werden
- Clemastin sollte Kindern unter 6 Jahren nicht gegeben werden
Hinweise zur Verkehrstüchtigkeit/Bedienung von Maschinen
- Clemastin kann auch bei bestimmungsgemäßem Gebrauch das Reaktionsvermögen so weit verändern, dass die Fähigkeit zur aktiven Teilnahme am Straßenverkehr oder zum Bedienen von Maschinen beeinträchtigt wird
- gilt in verstärktem Maß im Zusammenwirken mit Alkohol
Anwendung
- Tabletten mit Flüssigkeit einnehmen
Kontraindikation
- Überempfindlichkeit gegen Clemastin oder andere Antihistaminika mit ähnlicher chemischer Struktur
- Leber- und Niereninsuffizienz (keine ausreichenden Daten bei dieser Patientengruppe vorliegend)
- Kinder (< 1 Jahr)
- Patienten, die unter Porphyrie leiden, sollten Clemastin nicht einnehmen
- Antihistaminika sollten nur mit Vorsicht angewendet werden bei
- Engwinkelglaukom
- stenosierendem Magengeschwür
- pyloroduodenaler Obstruktion
- symptomatischer Prostatahypertrophie mit Restharnbildung
- Blasenhalsobstruktion
Nebenwirkungen
- Erkrankungen des Nervensystems
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Sedierung
- Erregungszustände des ZNS (vorwiegend bei Kindern)
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- schwerwiegende Somnolenz
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Kopfschmerzen
- Schwindel
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Mundtrockenheit
- Übelkeit
- Gastralgie
- Obstipation
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Herzerkrankungen
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Tachykardie
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Erkankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Hautreaktionen
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
Indikation
- chronische idopathische Urticaria (Nesselsucht ohne erkennbare Ursache)
- symptomatische Linderung von allergischer Rhinitis (saisonal oder perennial), wenn gleichzeitig eine Sedierung indiziert ist
Hinweise bei Stillzeit
- Clemastin darf in der Stillzeit nur nach strenger Indikationsstellung angewendet werden
- Clemastinfumarat wird in die Muttermilch ausgeschieden
- Substanzwirkungen auf das gestillte Kind sind nicht auszuschließen