Abbildung nicht verbindlich
Produktinformationen Talidat® 20 Kaupastillen gegen Sodbrennen, 500 mg
Preisvergleich Packungsbeilage / BeipackzettelInhaltsverzeichnis
Hinweise / Warnhinweise für Hilfsstoffe
Enthält Fructose, Invertzucker (Honig), Lactitol, Maltitol, Isomaltitol, Saccharose oder Sorbitol. Darf bei Patienten mit hereditärer Fructose-Intoleranz nicht angewendet werden.
Hinweise zur Verkehrstüchtigkeit/Bedienung von Maschinen
- keinen der einen zu vernachlässigenden Einfluss auf die Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen
Hinweise / Warnhinweise für Anwendung und Dosierung
Einnahme zwischen den Mahlzeiten.
Indikation
- Behandlung von
- Ulcus duodeni
- Ulcus ventriculi
- symptomatische Behandlung von
- Sodbrennen
- säurebedingten Magenbeschwerden
- Hinweis
- bei länger anhaltenden und/ oder häufigeren Abständen wiederkehrenden Beschwerden schwerwiegende Erkrankung wie peptisches Ulcus oder Malignität ausschließen
- bei Ulcus ventriculi et duodeni Untersuchung auf Helicobacter pylori und - im positiven Fall - anerkannte Eradikationstherapie erwägen
Nebenwirkungen
- Erkrankungen des Immunsystems
- ohne Häufigkeitsangabe
- allergische Reaktionen
- ohne Häufigkeitsangabe
- Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- „Phosphatmangelsyndrom" (bei langfristigem Gebrauch in hoher Dosierung)
- ohne Häufigkeitsangabe
- Hypermagnesiämie
- Osteomalazie
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Psychiatrische Erkrankungen
- ohne Häufigkeitsangabe
- Demenz
- ohne Häufigkeitsangabe
- Erkrankungen des Nervensystems
- ohne Häufigkeitsangabe
- Enzephalopathie
- ohne Häufigkeitsangabe
- Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
- ohne Häufigkeitsangabe
- nach hohen Dosen
- gastrointestinale Beschwerden (Verstopfung, weicher Stuhl, erhöhte Stuhlfrequenz, Erbrechen, Diarrhö)
- nach hohen Dosen
- ohne Häufigkeitsangabe
- Untersuchungen
- ohne Häufigkeitsangabe
- bei Niereninsuffizienz und bei langfristiger Einnahme hoher Dosen
- verringerter Phosphatspiegel im Blut (Phosphatverarmung)
- Aluminiumeinlagerungen, vor allem in das Nerven- und Knochengewebe
- ggf. Aluminiumintoxikation mit Osteomalazie
- bei Niereninsuffizienz und bei langfristiger Einnahme hoher Dosen
- ohne Häufigkeitsangabe
Anwendung
- bei eingeschränkter Nierenfunktion unter chronischer Einnahme hoher Dosen Intoxikationsrisiken (Hypermagnesiämie, Anstieg der Serumaluminiumspiegel)
- bei langandauernder Einnahme hoher Dosen und phosphatarmer Diät Phosphatverarmung mit Risiko einer Osteomalzie; langandauernde Einnahme hoher Dosen bei diesen Patienten vermeiden
- Kautabletten lutschen oder gut zerkaut einnehmen
- Einnahme zwischen den Mahlzeiten und vor dem Schlafengehen
- bei Beschwerden unter Therapie > 2 Wochen, diese klinisch abklären (mögliche Malignität ausschließen)
- Resorptionsveränderungen bei gleichzeitiger Einnahme mit anderen Medikamenten
- klinisch relevante Resorptionsverminderungen für Tetrazykline, Ciprofloxacin und Ofloxacin beschrieben
- generell 2 - 3 Stunden Abstand zur Einnahme anderer Medikamente
- erhöhte intestinale Aluminiumresorption bei gleichzeitiger Einnahme mit säurehaltigen Getränken (Obstsäfte, Wein u.a.)
Hinweise und Vorsichtsmaßnahmen
- hoch dosierte und langdauernde Anwendung vermeiden
- generell
- insbesondere bei
- Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion
- Morbus Alzheimer oder anderen Formen der Demenz
- Patienten mit Hypophosphatämie
- wurde in seltenen Fällen bei Patienten mit Niereninsuffizienz beobachtet
- gleichzeitiger phosphatarmer Ernährung
- Hypophosphatämie und Osteomalazie kann auftreten
- ungenügenden Ausscheidung von Aluminium und Magnesium bei
- Patienten mit leicht bis mittelschwer eingeschränkter Nierenfunktion (Kreatinin-Clearance zwischen 89 und 30 ml/min)
- Anwendung nur mit Vorsicht und nicht über einen längeren Zeitraum
- Patienten mit eingeschränkter Leberfunktion
- Anwendung nur mit Vorsicht und nicht über einen längeren Zeitraum
- Patienten mit leicht bis mittelschwer eingeschränkter Nierenfunktion (Kreatinin-Clearance zwischen 89 und 30 ml/min)
- regelmäßige Kontrollen der Urin- bzw. Serumkonzentration von Aluminium bei
- Patienten mit leicht bis mittelschwer eingeschränkter Nierenfunktion (Kreatinin-Clearance zwischen 89 und 30 ml/min)
- Patienten mit eingeschränkter Leberfunktion
- längerfristigem Gebrauch
- Aluminium-Urinspiegel nach oraler Aufnahme
- sind stärker und über einen längeren Zeitraum erhöht als die Serumspiegel
- können zur Erfassung der aktuelle Aluminium-Exposition estimmt werden
- Grenzwerte für unbedenkliche Urinkonzentrationen sind jedoch nicht bekannt
- Aluminiumkonzentrationen im Serum
- sollen 40 µg/l nicht überschreiten
- sollten bei langfristigem Gebrauch regelmäßig kontrolliert werden
- chronische Anwendung
- kann zur Anreicherung von Aluminium in der Leber, der Lunge, den Knochen und dem Gehirn führen
- diese können zu Osteomalazie und Enzephalopathie/Demenz führen
- Intoxikationsrisiken (Hypermagnesiämie, Anstieg der Serum-Aluminiumspiegel) bestehen v.a. bei
- Einnahme hoher Dosen
- Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion
- kann zur Anreicherung von Aluminium in der Leber, der Lunge, den Knochen und dem Gehirn führen
- Hydrotalcit darf nicht gleichzeitig mit säurehaltigen Lebensmitteln (Wein, Obstsäfte u. a.) eingenommen werden, da die intestinale Resorption von Aluminiumhydroxiderhöht ist
- gilt auch für Brausetabletten, die Zitronensäure bzw. Weinsäure enthalten
- ein Arzt ist aufzusuchen
- bei schweren und andauernder Symptome
- können Zeichen eines Magen- oder Zwölffingerdarmgeschwürs oder einer malignen Erkrankung sein
- wenn sich die Symptome während der Behandlung mit Hydrotalcit innerhalb von 14 Tagen nicht bessern
- zur diagnostischen Abklärung und weiteren Untersuchungen
- bei Auftreten von Teerstuhl oder blutigem Erbrechen
- bei schweren und andauernder Symptome
- Patienten mit Ulcus ventriculi et duodeni
- eine Untersuchung auf Helicobacter pylori - und im Falle eines Nachweises - eine anerkannte Eradikationstherapie erwägen, da in der Regel bei erfolgreicher Eradikation auch die Ulkuskrankheit ausheilt
- Kinder bis 12 Jahre
- keine klinischen Studienergebnisse vorliegend, die die Wirksamkeit und Sicherheit der Anwendung von Hydrotalcit bei Kindern belegen
Hinweise bei Schwangerschaft
- Anwendung in der Schwangerschaft
- nur nach sorgfältiger Abwägung des Nutzen-Risiko-Verhältnis und Prüfung durch den behandelnden Arzt
- nur kurzfristig in einer möglichst niedrigen Dosierung, um eine Aluminiumbelastung des ungeborenen Kindes zu vermeiden
- bisher keine oder nur sehr begrenzte Erfahrungen mit der Anwendung von Hydrotalcit bei Schwangeren
- Berichte über schädliche Wirkungen von Hydrotalcit während der Schwangerschaft sind nicht bekannt geworden
- es liegen jedoch keine spezifischen Untersuchungen an Kindern vor, deren Mütter Hydrotalcit in der Schwangerschaft eingenommen haben.
- tierexperimentellen Studien zeigten Reproduktionstoxizität
- schädliche Auswirkungen auf die Nachkommen nach Gabe von Aluminiumsalzen
- Fertilität
- keine hinreichenden tierexperimentellen Studien in Bezug auf die Auswirkung auf die Fertilität
Dosierung
- Ulcus duodeni, Ulcus ventriculi, Sodbrennen, säurebedingten Magenbeschwerden
- Erwachsene und Jugendliche (> 12 Jahre)
- bei Bedarf: 1 - 2 Kautabletten (500 - 1000 mg Hydrotalcit) mehrmals / Tag
- max. Tagesdosis: 12 Kautabletten (6 g Hydrotalcit)
- Erwachsene und Jugendliche (> 12 Jahre)
Kontraindikation
- Überempfindlichkeit gegen Hydrotalcit
- schwere Nierenfunktionsstörungen
- Hypophosphatämie
- Myasthenia gravis
Hinweise bei Stillzeit
- Anwendung in der Stillzeit
- nur nach sorgfältiger Prüfung durch den behandelnden Arzt
- Berichte über schädliche Wirkungen von Hydrotalcit während der Stillzeit sind nicht bekannt geworden
- es liegen jedoch keine spezifischen Untersuchungen an Kindern vor, deren Mütter Hydrotalcit in der Stillzeit eingenommen haben
- Übergang aluminiumhaltiger Substanzen in die Muttermilch
- jedoch aufgrund der geringen Resorption im Darm des Kindes ist ein Risiko für das Neugeborene nicht anzunehmen