Abbildung nicht verbindlich
Inhaltsverzeichnis
Hinweise / Warnhinweise für Hilfsstoffe
Enthält Fructose, Invertzucker (Honig), Lactitol, Maltitol, Isomaltitol, Saccharose oder Sorbitol. Darf bei Patienten mit hereditärer Fructose-Intoleranz nicht angewendet werden.
Hinweise / Warnhinweise für Anwendung und Dosierung
Einnahme zwischen den Mahlzeiten.
Nebenwirkungen
- Erkrankungen des Gastrointestinaltrakt
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- weicher Stuhl
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Durchfall
- Obstipation
- Osteomalazie
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Untersuchungen
- ohne Häufigkeitsangabe
- Anstieg der Aluminium- und Magnesiumwerte im Blut (bei Niereninsuffizienz und bei langfristiger Einnahme hoher Dosen)
- kann zur Aluminiumeinlagerung v.a.in das Nerven-und Knochengewebe und zur Phosphatverarmung führen
- Anstieg der Aluminium- und Magnesiumwerte im Blut (bei Niereninsuffizienz und bei langfristiger Einnahme hoher Dosen)
- ohne Häufigkeitsangabe
Hinweise bei Stillzeit
- Übergang in die Muttermilch
- Risiko für das Neugeborene ist nicht anzunehmen aufgrund der geringen Resorption
Indikation
- Sodbrennen und säurebedingte Magenbeschwerden
- symptomatische Behandlung von Magen- und Zwölffingerdarmgeschwüren
Dosierung
- Sodbrennen, säurebedingte Magenbeschwerden, symptomatische Behandlung von Magen- und Zwölffingerdarmgeschwüren
- Erwachsene und Kinder (>= 12 Jahre)
- 1 - 2 Tabletten mehrmals / Tag
- Behandlungsdauer
- nur zur kurzfristigen symptomatischen Behandlung anwenden
- Bestehenbleiben der Beschwerden unter der Therapie > 2 Wochen: klinische Abklärung, um mögliche bösartige Erkrankung auszuschließen
- tägliche Maximaldosis: 8 Tabletten (6400 mg Magaldrat)
- Erwachsene und Kinder (>= 12 Jahre)
- Niereninsuffizienz (Kreatinin-Clearance < 30 ml / Min., insbesondere dialysepflichtige Patienten), Morbus Alzheimer und andere Formen von Demenz, bei Phosphat-Diät, gestörter Knochen-Stoffwechsel
- Anwendung nicht in hohen Dosen oder über längeren Zeitraum
- außer bei regelmäßiger Kontrolle der Magnesium- und Aluminium-Serumspiegel (ansonsten Risiko einer Aluminium-Intoxikation, Hypermagnesiämie, Hyperphosphatämie)
- Anwendung nicht in hohen Dosen oder über längeren Zeitraum
- ältere Patienten
- Dosisanpassung nicht erforderlich
- Kinder (< 12 Jahre)
- keine Anwendung (keine ausreichenden Erfahrungen)
Hinweise zur Verkehrstüchtigkeit/Bedienung von Maschinen
- kein oder vernachlässigbarer Einfluss auf das Reaktionsvermögen
- keine besonderen Vorsichtsmaßnahmen erforderlich
Anwendung
- Kautablette gut kauen und anschließend mit etwas Flüssigkeit herunterspülen oder lutschen
- grundsätzlich Abstand von 2 Stunden zwischen Einnahme von Antacida und anderen Arzneimitteln
- Antacida können Resorption gleichzeitig verabreichter Arzneimittel beeinträchtigen
- insbesondere erhebliche Verminderung der Resorption von Antibiotika, einschließlich Tetrazyklinen und Chinolonderivaten (z. B. Ciprofloxacin, Ofloxacin, Norfloxacin)
- Einnahme von Antacida während einer Behandlung mit diesen Antibiotika nicht empfohlen
- geringe Einschränkungen der Resorption von
- Digoxin
- Isoniacid
- Eisenverbindungen
- Chlorpromazin
- gleichzeitige Einnahme von aluminiumhaltigen Antacida mit säurehaltigen Getränken (Obstsäfte, Wein u. a.) oder Brausetabletten, die Zitronensäure oder Weinsäure enthalten
- erhöht intestinale Aluminiumresorption
- vermeiden
Hinweise bei Schwangerschaft
- sorgfältige Nutzen-Risiko-Abwägung vor der Einnahme von Aluminium-haltigen Antacida während der Schwangerschaft
- Magaldrat sollte während der Schwangerschaft nur kurzfristig und in einer möglichst niedrigen Dosierung angewendet werden, um eine Aluminium-Belastung des Kindes zu vermeiden
- keine hinreichenden Daten für die Verwendung von Magaldrat bei Schwangeren
- tierexperimentelle Studien haben für Aluminium-Verbindungen Reproduktionstoxizität gezeigt
- Untersuchungen beim Menschen zeigen für unreife Neugeborene (Frühgeborene) eine Aluminium-Akkumulation in den Knochen
- potentiell Risiko einer Neurotoxizität bei längerfristiger Anwendung
Hinweise und Vorsichtsmaßnahmen
- bei langfristigem Gebrauch sollte der Aluminium-Blutspiegel regelmäßig ärztlich kontrolliert werden
- Serum-Aluminium-Spiegel sollte 40 ng/ml nicht überschreiten
- bei länger anhaltenden und/oder in häufigeren Abständen wiederkehrenden Beschwerden sollte schwerwiegende Erkrankung ausgeschlossen werden
- Magaldrat darf bei folgenden Patienten nicht in hohen Dosen oder über einen längeren Zeitraum verabreicht werden (außer bei regelmäßiger Kontrolle der Aluminium- und Magnesiumblutspiegel), da ansonsten dasRisiko einer Aluminium-Intoxikation, Hypermagnesiämie und Hyperphosphatämie besteht
- Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion (Kreatinin-Clearance < 30 ml/Min.), insbesondere bei dialysepflichtigen Patienten
- Patienten mit Morbus Alzheimer und anderen Formen von Demenz
- Patienten, die einer Phosphat-Diät unterliegen
- Patienten, die unter einem gestörten Knochenstoffwechsel leiden
- Osteomalazie
- bei langjähriger Anwendung in hoher Dosierung kann in sehr seltenen Fällen, bedingt durch eine verminderte Calcium- und Phosphatresorption, die Ausbildung einer Osteomalazie gefördert werden
- Patienten mit Ulcus ventriculi oder duodeni
- Untersuchung auf H. pylori sollte durchgeführt werden
- im Falle des Nachweises von H. pylori sollte eine anerkannte Eradikationstherapie erwogen werden, da in der Regel bei erfolgreicher Eradikation auch die Ulkuskrankheit ausheilt
- Kinder (< 12 Jahre)
- Magaldrat soll nicht zur Behandlung von Kindern unter 12 Jahren angewendet werden, da in dieser Altersgruppe keine ausreichenden Erfahrungen vorliegen
Kontraindikation
- Überempfindlichkeit gegen Magaldrat