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Produktinformationen Mezym® F 10 000 Ph.-Eur.-Einheiten Lipase, 50 Magensaftresistente Tabletten
Preisvergleich Packungsbeilage / BeipackzettelInhaltsverzeichnis
Hinweise / Warnhinweise für Anwendung und Dosierung
Mit Flüssigkeit einnehmen. Einnahme während des Essens.
Hinweise bei Stillzeit
- Das Arzneimittel sollte während der Stillzeit nicht eingenommen werden, sofern die Einnahme nicht unbedingt erforderlich ist.
Kontraindikation
- Überempfindlichkeit gegen Wirkstoffe bzw. das Ausgangsmaterial, in Abhängigkeit vom Präparat können dies sein:
- Pankreas-Pulver vom Schwein, Schweinefleisch/Schweineproteine
- Schimmelpilze
- akute Pankreatitis
- akuter Schub einer chronischen Pankreatitis in der floriden Erkrankungsphase
- in der Abklingphase während des diätetischen Aufbaus ist gelegentliche Gabe bei weiterhin bestehenden Verdauungsstörungen sinnvoll
Hinweise bei Schwangerschaft
- Das Arzneimittel sollte in der Schwangerschaft nicht eingenommen werden, sofern die Einnahme nicht unbedingt erforderlich ist.
- Es liegen keine adäquaten Daten zur Anwendung bei Schwangeren vor.
- nur unzureichende Daten aus tierexperimentellen Studien bezüglich der Auswirkungen auf Schwangerschaft, embryonlae/fetale Entwicklung, Entbindung und nachgeburtliche Entwicklung
- mögliche Risiko für den Menschen unbekannt
- Fertilität
- klinische Daten liegen nicht vor
Hinweise und Vorsichtsmaßnahmen
- Intestinale Obstruktionen sind bekannte Komplikationen bei Patienten mit Mukoviszidose.
- bei Vorliegen einer ileusähnlichen Symptomatik Möglichkeit von Darmstrikturen in Betracht ziehen
- als Vorsichtsmaßnahme ungewöhnliche abdominelle Beschwerden oder Änderungen im Beschwerdebild untersuchen, um Möglichkeit einer Schädigung des Darmes auszuschließen
- insbes. bei Patienten, die täglich > 10000 Einheiten Lipase / kg KG einnehmen
- Arzneimittel enthält aktive Enzyme, die bei Freisetzung in der Mundhöhle (z.B. durch Zerkauen der Arzneiform) zu Schleimhautschäden (z.B. Mundschleimhautulzerationen) führen können
- Durch Inhalation von Pankreatinpulver können allergische Reaktionen ausgelöst werden.
- besondere Vorsicht bei Einnahme in der Abklingphase nach einem Erkrankungsschub einer Pankreatitis während des diätetischen Aufbaus
Nebenwirkungen
Pankreas-Pulver vom Schwein
- Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Anorexie
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Erkrankungen des Nervensystems
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Schwindelgefühl,
- Gleichgewichtsstörung
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Rhinitis
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Erythem
- Ausschlag
- ohne Häufigkeitsangabe
- Pruritus
- Urtikaria
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Unwohlsein
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Erkrankungen des Immunsystems
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- allergische Reaktionen vom Soforttyp I, z. B.
- Hautausschlag
- Urtikaria
- Niesen
- Tränenfluss
- Bronchospasmus
- Dyspnoe
- gastrointestinale Überempfindlichkeit
- allergische Reaktionen vom Soforttyp I, z. B.
- ohne Häufigkeitsangabe
- Überempfindlichkeit (anaphylaktische Reaktionen)
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Abdominalschmerz / Bauchschmerzen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Übelkeit
- Erbrechen
- Obstipation
- Diarrhö
- Völlegefühl
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Dyspepsie (Pyrosis, Sodbrennen)
- Stomatitis
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Abdominalbeschwerden
- vorübergehende Reizung der Mundschleimhaut
- Patienten mit Mukoviszidose
- sehr selten nach Gabe hoher Dosen Bildung von Strikturen der Ileozökalregion und des Colon ascendens (fibrosierende Kolonopathie) beschrieben
- Ileus
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Untersuchungen
- ohne Häufigkeitsangabe
- bei Mukoviszidose erhöhte Harnsäureausscheidung im Urin, v.a. bei hohen Dosen
- Kontrolle der Harnsäureausscheidung im Urin, um Bildung von Harnsäuresteinen zu vermeiden
- ohne Häufigkeitsangabe
- keine spezifischen Nebenwirkungen bei der pädiatrischen Population beobachtet
- Häufigkeit, Art und Schwere der Nebenwirkungen bei Kindern mit Mukoviszidose vergleichbar mit denen von Erwachsenen
- Erkrankungen des Immunsystems
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- allergisch bedingte Atem- und Hautreaktionen nach berufsbedingter Sensibilisierung mit Schimmelpilzenzymen
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Diarrhoe
- Übelkeit
- Obstipation
- Oberbauchbeschwerden
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
Hinweise zur Verkehrstüchtigkeit/Bedienung von Maschinen
- Das Arzneimittel hat keinen oder einen zu vernachlässigenden Einfluss auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen.
Anwendung
- Filmtabletten zum Einnehmen
- Einnahme während der Mahlzeiten
- unzerkaut
- Tabletten enthalten aktive Enzyme, die bei der Freisetzung in der Mundhöhle, z.B. durch Zerkauen, dort zu Schleimhautschädigungen (z.B. Ulzerationen der Mundschleimhaut) führen können
- auf eine reichliche Flüssigkeitszufuhr achten
Dosierung
- Behandlung von Störungen der exokrinen Pankreasfunktion, die mit einer Maldigestion einhergehen
- Dosierung entsprechend Schweregrad der Pankreasinsuffizienz
- allgemeine Richtdosis: 2 - 4 Filmtabletten (entsprechend Lipaseanteil 20000 - 40000 F.I.P.-Einheiten) / Mahlzeit
- erhebliche Dosissteigerung je nach Schweregrad der Maldigestion möglich
- nur unter ärztlicher Kontrolle
- ausgerichtet an Verbesserung der Symptome (z.B. Steatorrhoe, Bauchschmerzen)
- tägliche Maximaldosis: 15000 - 20000 Einheiten Lipase / kg KG
- Behandlungsdauer:
- entsprechend Verlauf der Erkrankung
Indikation
- Behandlung von Störungen der exokrinen Pankreasfunktion, die mit einer Maldigestion einhergehen