Abbildung nicht verbindlich
Produktinformationen Kreon® für Kinder 1 x 20g msr. Pellets
Preisvergleich Packungsbeilage / BeipackzettelInhaltsverzeichnis
Hinweise / Warnhinweise für Anwendung und Dosierung
Mit Flüssigkeit einnehmen. Einnahme während oder nach dem Essen.
Hinweise bei Stillzeit
- Das Arzneimittel sollte während der Stillzeit nicht eingenommen werden, sofern die Einnahme nicht unbedingt erforderlich ist.
Kontraindikation
- Überempfindlichkeit gegen Wirkstoffe bzw. das Ausgangsmaterial, in Abhängigkeit vom Präparat können dies sein:
- Pankreas-Pulver vom Schwein, Schweinefleisch/Schweineproteine
- Schimmelpilze
- akute Pankreatitis
- akuter Schub einer chronischen Pankreatitis in der floriden Erkrankungsphase
- in der Abklingphase während des diätetischen Aufbaus ist gelegentliche Gabe bei weiterhin bestehenden Verdauungsstörungen sinnvoll
Hinweise bei Schwangerschaft
- Das Arzneimittel sollte in der Schwangerschaft nicht eingenommen werden, sofern die Einnahme nicht unbedingt erforderlich ist.
- Es liegen keine adäquaten Daten zur Anwendung bei Schwangeren vor.
- nur unzureichende Daten aus tierexperimentellen Studien bezüglich der Auswirkungen auf Schwangerschaft, embryonlae/fetale Entwicklung, Entbindung und nachgeburtliche Entwicklung
- mögliche Risiko für den Menschen unbekannt
- Fertilität
- klinische Daten liegen nicht vor
Hinweise und Vorsichtsmaßnahmen
- Intestinale Obstruktionen sind bekannte Komplikationen bei Patienten mit Mukoviszidose.
- bei Vorliegen einer ileusähnlichen Symptomatik Möglichkeit von Darmstrikturen in Betracht ziehen
- als Vorsichtsmaßnahme ungewöhnliche abdominelle Beschwerden oder Änderungen im Beschwerdebild untersuchen, um Möglichkeit einer Schädigung des Darmes auszuschließen
- insbes. bei Patienten, die täglich > 10000 Einheiten Lipase / kg KG einnehmen
- Arzneimittel enthält aktive Enzyme, die bei Freisetzung in der Mundhöhle (z.B. durch Zerkauen der Arzneiform) zu Schleimhautschäden (z.B. Mundschleimhautulzerationen) führen können
- Durch Inhalation von Pankreatinpulver können allergische Reaktionen ausgelöst werden.
- besondere Vorsicht bei Einnahme in der Abklingphase nach einem Erkrankungsschub einer Pankreatitis während des diätetischen Aufbaus
Nebenwirkungen
Pankreas-Pulver vom Schwein
- Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Anorexie
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Erkrankungen des Nervensystems
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Schwindelgefühl,
- Gleichgewichtsstörung
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Rhinitis
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Erythem
- Ausschlag
- ohne Häufigkeitsangabe
- Pruritus
- Urtikaria
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Unwohlsein
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Erkrankungen des Immunsystems
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- allergische Reaktionen vom Soforttyp I, z. B.
- Hautausschlag
- Urtikaria
- Niesen
- Tränenfluss
- Bronchospasmus
- Dyspnoe
- gastrointestinale Überempfindlichkeit
- allergische Reaktionen vom Soforttyp I, z. B.
- ohne Häufigkeitsangabe
- Überempfindlichkeit (anaphylaktische Reaktionen)
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Abdominalschmerz / Bauchschmerzen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Übelkeit
- Erbrechen
- Obstipation
- Diarrhö
- Völlegefühl
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Dyspepsie (Pyrosis, Sodbrennen)
- Stomatitis
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Abdominalbeschwerden
- vorübergehende Reizung der Mundschleimhaut
- Patienten mit Mukoviszidose
- sehr selten nach Gabe hoher Dosen Bildung von Strikturen der Ileozökalregion und des Colon ascendens (fibrosierende Kolonopathie) beschrieben
- Ileus
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Untersuchungen
- ohne Häufigkeitsangabe
- bei Mukoviszidose erhöhte Harnsäureausscheidung im Urin, v.a. bei hohen Dosen
- Kontrolle der Harnsäureausscheidung im Urin, um Bildung von Harnsäuresteinen zu vermeiden
- ohne Häufigkeitsangabe
- keine spezifischen Nebenwirkungen bei der pädiatrischen Population beobachtet
- Häufigkeit, Art und Schwere der Nebenwirkungen bei Kindern mit Mukoviszidose vergleichbar mit denen von Erwachsenen
- Erkrankungen des Immunsystems
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- allergisch bedingte Atem- und Hautreaktionen nach berufsbedingter Sensibilisierung mit Schimmelpilzenzymen
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Diarrhoe
- Übelkeit
- Obstipation
- Oberbauchbeschwerden
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
Hinweise zur Verkehrstüchtigkeit/Bedienung von Maschinen
- Das Arzneimittel hat keinen oder einen zu vernachlässigenden Einfluss auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen.
Indikation
- Störungen der exokrinen Pankreasfunktion, die mit einer Maldigestion einhergehen
- Mukoviszidose: Unterstützung der ungenügenden Funktion der Bauchspeicheldrüse
Anwendung
- Granulat zum Einnehmen
- Pellets können mit einer geringen Menge Milch auf einem Löffel gemischt, und den Kindern sofort verabreicht werden
- Pellets nicht in eine Babyflasche füllen
- mit kleinen Mengen säurehaltiger Breizubereitungen (pH < 5,5), welche kein Kauen erfordern (z.B. Apfelbrei) oder Flüssigkeit (pH < 5,5) einnehmen
- Mischungen mit Nahrung oder Flüssigkeiten sofort verwenden, nicht aufbewahren
- Pellets unzerkaut schlucken und darauf achten, dass keine Reste im Mund verbleiben
- Pellets nicht zerdrücken, zerkauen oder in nicht-saure Nahrung oder Flüssigkeit mischen
- mit Flüssigkeit nachspülen
- Verabreichung durch Magensonde möglich
Dosierung
Basiseinheit: 100 mg magensaftresistente Pellets enthalten 60,12 mg Pankreatin (hergestellt aus Pankreasgewebe vom Schwein; entsprechend lipolytische Aktivität: 5000 Ph.Eur.E; amylolytische Aktivität: 3600 Ph.Eur.E; proteolytische Aktivität: 200 Ph.Eur.E.)
- Störungen der exokrinen Pankreasfunktion, die mit Maldigestion einhergehen; bei Mukoviszidose zur Unterstützung der ungenügenden Funktion der Bauchspeicheldrüse
- Dosierung individuell, abhängig von Schweregrad der Pankreasinsuffizienz und Zusammensetzung der Mahlzeit
- Kinder
- Säuglinge
- Richtdosis 1 Messlöffel (100 mg magensaftresistentes Granulat entsprechend 5000 Ph. Eur.-Einheiten Lipase)
- < 4 Jahre
- Beginn der gewichtsbasierte Dosierung mit 1.000 Ph. Eur.- Einheiten Lipase / kg KG / Mahlzeit
- ab 4 Jahre
- initial: 500 Ph. Eur. Einheiten Lipase / kg KG / Mahlzeit
- Säuglinge
- Erwachsene und Jugendliche
- allgemeine Richtdosis: 4 - 16 Messlöffel (20000 - 80000 Ph. Eur.-Einheiten Lipase) / Mahlzeit
- erforderliche Dosis kann je nach Schweregrad der Verdauungsschwäche auch erheblich darüber liegen
- besonders bei Patienten mit Mukoviszidose: für adäquate Fettresorption notwendige Enzymdosis nicht überschreiten
- Dosiserhöhung: nur unter ärztlicher Kontrolle, an Verbesserung der Symptome (z.B. Steatorrhoe, Bauchschmerzen) ausrichten
- tägl. Maximaldosis: 15000 - 20000 Ph. Eur.-Einheiten Lipase / kg KG oder 4000 Ph. Eur.-Einheiten Lipase / g aufgenommenem Fett
- allgemeine Richtdosis: 4 - 16 Messlöffel (20000 - 80000 Ph. Eur.-Einheiten Lipase) / Mahlzeit