Abbildung nicht verbindlich
Inhaltsverzeichnis
Hinweise / Warnhinweise für Anwendung und Dosierung
Mit Flüssigkeit einnehmen. Einnahme während oder nach dem Essen.
Hinweise bei Stillzeit
- Das Arzneimittel sollte während der Stillzeit nicht eingenommen werden, sofern die Einnahme nicht unbedingt erforderlich ist.
Kontraindikation
- Überempfindlichkeit gegen Wirkstoffe bzw. das Ausgangsmaterial, in Abhängigkeit vom Präparat können dies sein:
- Pankreas-Pulver vom Schwein, Schweinefleisch/Schweineproteine
- Schimmelpilze
- akute Pankreatitis
- akuter Schub einer chronischen Pankreatitis in der floriden Erkrankungsphase
- in der Abklingphase während des diätetischen Aufbaus ist gelegentliche Gabe bei weiterhin bestehenden Verdauungsstörungen sinnvoll
Hinweise bei Schwangerschaft
- Das Arzneimittel sollte in der Schwangerschaft nicht eingenommen werden, sofern die Einnahme nicht unbedingt erforderlich ist.
- Es liegen keine adäquaten Daten zur Anwendung bei Schwangeren vor.
- nur unzureichende Daten aus tierexperimentellen Studien bezüglich der Auswirkungen auf Schwangerschaft, embryonlae/fetale Entwicklung, Entbindung und nachgeburtliche Entwicklung
- mögliche Risiko für den Menschen unbekannt
- Fertilität
- klinische Daten liegen nicht vor
Hinweise und Vorsichtsmaßnahmen
- Intestinale Obstruktionen sind bekannte Komplikationen bei Patienten mit Mukoviszidose.
- bei Vorliegen einer ileusähnlichen Symptomatik Möglichkeit von Darmstrikturen in Betracht ziehen
- als Vorsichtsmaßnahme ungewöhnliche abdominelle Beschwerden oder Änderungen im Beschwerdebild untersuchen, um Möglichkeit einer Schädigung des Darmes auszuschließen
- insbes. bei Patienten, die täglich > 10000 Einheiten Lipase / kg KG einnehmen
- Arzneimittel enthält aktive Enzyme, die bei Freisetzung in der Mundhöhle (z.B. durch Zerkauen der Arzneiform) zu Schleimhautschäden (z.B. Mundschleimhautulzerationen) führen können
- Durch Inhalation von Pankreatinpulver können allergische Reaktionen ausgelöst werden.
- besondere Vorsicht bei Einnahme in der Abklingphase nach einem Erkrankungsschub einer Pankreatitis während des diätetischen Aufbaus
Nebenwirkungen
Pankreas-Pulver vom Schwein
- Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Anorexie
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Erkrankungen des Nervensystems
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Schwindelgefühl,
- Gleichgewichtsstörung
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Rhinitis
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Erythem
- Ausschlag
- ohne Häufigkeitsangabe
- Pruritus
- Urtikaria
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Unwohlsein
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Erkrankungen des Immunsystems
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- allergische Reaktionen vom Soforttyp I, z. B.
- Hautausschlag
- Urtikaria
- Niesen
- Tränenfluss
- Bronchospasmus
- Dyspnoe
- gastrointestinale Überempfindlichkeit
- allergische Reaktionen vom Soforttyp I, z. B.
- ohne Häufigkeitsangabe
- Überempfindlichkeit (anaphylaktische Reaktionen)
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Abdominalschmerz / Bauchschmerzen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Übelkeit
- Erbrechen
- Obstipation
- Diarrhö
- Völlegefühl
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Dyspepsie (Pyrosis, Sodbrennen)
- Stomatitis
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Abdominalbeschwerden
- vorübergehende Reizung der Mundschleimhaut
- Patienten mit Mukoviszidose
- sehr selten nach Gabe hoher Dosen Bildung von Strikturen der Ileozökalregion und des Colon ascendens (fibrosierende Kolonopathie) beschrieben
- Ileus
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Untersuchungen
- ohne Häufigkeitsangabe
- bei Mukoviszidose erhöhte Harnsäureausscheidung im Urin, v.a. bei hohen Dosen
- Kontrolle der Harnsäureausscheidung im Urin, um Bildung von Harnsäuresteinen zu vermeiden
- ohne Häufigkeitsangabe
- keine spezifischen Nebenwirkungen bei der pädiatrischen Population beobachtet
- Häufigkeit, Art und Schwere der Nebenwirkungen bei Kindern mit Mukoviszidose vergleichbar mit denen von Erwachsenen
- Erkrankungen des Immunsystems
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- allergisch bedingte Atem- und Hautreaktionen nach berufsbedingter Sensibilisierung mit Schimmelpilzenzymen
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Diarrhoe
- Übelkeit
- Obstipation
- Oberbauchbeschwerden
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
Hinweise zur Verkehrstüchtigkeit/Bedienung von Maschinen
- Das Arzneimittel hat keinen oder einen zu vernachlässigenden Einfluss auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen.
Indikation
- Störungen der exokrinen Pankreasfunktion, die mit einer Maldigestion einhergehen
- Mukoviszidose: Unterstützung der ungenügenden Funktion der Bauchspeicheldrüse
Dosierung
- Störungen der exokrinen Pankreasfunktion, die mit Maldigestion einhergehen; bei Mukoviszidose zur Unterstützung der ungenügenden Funktion der Bauchspeicheldrüse
- Dosierung individuell, abhängig von Schweregrad der Pankreasinsuffizienz und Fettgehalt der Mahlzeit
- Erwachsene und Jugendliche
- allgemeine Richtdosis: 1 - 3 Kapseln (20000 - 80000 Ph. Eur.-Einheiten Lipase) / Mahlzeit
- erforderliche Dosis kann je nach Schweregrad der Verdauungsschwäche auch erheblich darüber liegen
- besonders bei Patienten mit Mukoviszidose: für adäquate Fettresorption notwendige Enzymdosis nicht überschreiten
- Dosiserhöhung: nur unter ärztlicher Kontrolle, an Verbesserung der Symptome (z. B. Steatorrhoe, Bauchschmerzen) ausrichten
- tägliche Maximaldosis: 15000 - 20000 Ph. Eur.-Einheiten Lipase / kg KG oder 4000 Ph. Eur.-Einheiten Lipase / g aufgenommenem Fett
- allgemeine Richtdosis: 1 - 3 Kapseln (20000 - 80000 Ph. Eur.-Einheiten Lipase) / Mahlzeit
- Kinder
- < 4 Jahre:
- Beginn der gewichtsbasierte Dosierung mit 1.000 Ph. Eur.- Einheiten Lipase / kg Körpergewicht / Mahlzeit
- ab 4 Jahre:
- initial: 500 Ph. Eur. Einheiten Lipase / kg Körpergewicht / Mahlzeit
- < 4 Jahre:
Anwendung
- Kapseln ungeöffnet und unzerkaut während oder direkt nach einer Mahlzeit oder einer Zwischenmahlzeit mit ausreichend Flüssigkeit einnehmen
- wenn Schlucken schwierig ist (z. B. kleine Kinder, ältere Patienten)
- Kapseln vorsichtig öffnen
- Pellets weicher Nahrung (pH < 5,5), welche kein Kauen erfordert (z. B. Apfelmus), beimengen
- alternativ: Pellets mit ausreichend Flüssigkeit einnehmen
- Mischungen von Pellets mit Nahrung oder Flüssigkeiten sofort verwenden, nicht aufbewahren
- Hinweis: darauf achten, dass die Kapseln oder beim Öffnen der Inhalt unzerkaut geschluckt werden (sonst Verminderung der Wirksamkeit, enthaltene Enzyme schädigen bei Freisetzung in der Mundhöhle dort die Schleimhaut)