Abbildung nicht verbindlich
Produktinformationen Fluoretten® 0,5 mg, 300 Lutschtabletten
Preisvergleich Packungsbeilage / BeipackzettelInhaltsverzeichnis
Hinweise / Warnhinweise für Anwendung und Dosierung
Mit Flüssigkeit einnehmen.
Indikation
- Prophylaxe der Zahnkaries bei Säuglingen, Kindern, Jugendlichen, Erwachsenen
Hinweise bei Schwangerschaft
- Anwendung während der Schwangerschaft ist nicht kontraindiziert
- wahrscheinlich kein Nutzen für das Gebiss des Kindes
- das Arzneimittel wurde weitverbreitet über viele Jahre in einer Dosierung von 1 mg/Tag während der Schwangerschaft verabreicht, doch ohne offensichtliche Konsequenzen
Hinweise und Vorsichtsmaßnahmen
- Einnahme von anderen Fluorid-Quellen wie z.B. fluoridiertem Speisesalz, fluoridhaltigen Tabletten (einschließlich der täglichen Dosis), fluoridhaltigen Gelen/Lacken, fluoridreichem Mineralwasser und den Fluoridgehalt des Trinkwassers berücksichtigen
- um sicherzugehen, dass nur eine systemische Form der Fluoridzufuhr zur Anwendung kommt
- um Überdosierung zu vermeiden (Intoxikationsgefahr)
- nur unter Abwägung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses anwenden bei
- früh- und mangelgeborenen Säuglingen
- Kariesprophylaxe sollte durch systemische Fluoridzufuhr erst einsetzen:
- nach Erreichen eines Körpergewichtes von 3000 g und
- bei normaler körperlicher Entwicklung
- Kariesprophylaxe sollte durch systemische Fluoridzufuhr erst einsetzen:
- schweren, das Wachstum beeinträchtigenden chronischen Erkrankungen
- über die Fluoridprophylaxe ist im Einzelfall zu entscheiden
- früh- und mangelgeborenen Säuglingen
- Kinder, die (wegen einer angeborenen Stoffwechselstörung) eine bilanzierte Diät erhalten
- je nach Fluoridgehalt Gabe von Fluorid möglicherweise nicht erforderlich
- in Gebieten, in denen Tafelsalz oder -wasser fluoridiert ist, sollte die Fluoriddosis reduziert werden
- bei einem Fluoridgehalt des zur Ernährung des Säuglings oder Kleinkindes verwendeten Wassers (Trink-/Tafel-/Mineralwasser) von > 0,3 mg/l
- Fluoridgaben in den ersten drei Lebensjahren entbehrlich
- für Kinder, die ausschließlich gestillt werden, gilt diese Einschränkung nicht
- wenn das Wasser > 0,7 mg/l Flourid enthält
- Supplemente nicht empfohlen
- fluoridhaltigen Zahnpasten
- sollten bei Kindern < 3 Jahren nicht verwendet werden, sofern eine systemische Fluoridzufuhr erfolgt
- Gefahr des Verschluckens
- bei einer zusätzlichen Anwendung von fluoridhaltigen Gelen oder Lacken zur lokalen Fluoridierung ist der Zahnarzt oder Arzt zu befragen
Nebenwirkungen
- Erkrankungen des Immunsystems
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Überempfindlichkeitsreaktionen (allergische Reaktionen)
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
- ohne Häufigkeitsangabe
- Abdominalschmerzen
- Dyspepsie
- Ulzerationen im Mund
- Mundtrockenheit
- ohne Häufigkeitsangabe
- Erkankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Urtikaria
- Erytheme
- Hautausschlag
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
Dosierung
- Prophylaxe der Zahnkaries
- abhängig von Lebensalter und sonstiger Fluoridaufnahme (Einnahme von fluoridiertem Speisesalz, fluoridhaltigen Tabletten, fluoridreichem Mineralwasser / Trinkwassers beachten)
- Erwachsene und Kinder >/= 6 Jahre
- Fluoridkonzentration im Trinkwasser / Mineralwasser < 0,3 mg / l
- 1,0 mg Fluorid / Tag
- Fluoridkonzentration im Trinkwasser / Mineralwasser 0,3-0,7 mg / l
- 0,5 mg Fluorid / Tag
- Fluoridkonzentration im Trinkwasser / Mineralwasser < 0,3 mg / l
- Kinder 3 - 5 Jahre
- Fluoridkonzentration im Trinkwasser / Mineralwasser < 0,3 mg / l
- 0,5 mg Fluorid / Tag
- Fluoridkonzentration im Trinkwasser / Mineralwasser 0,3-0,7 mg / l
- 0,25 mg Fluorid / Tag
- Fluoridkonzentration im Trinkwasser / Mineralwasser < 0,3 mg / l
- Kinder < 3 Jahre
- Fluoridkonzentration im Trinkwasser / Mineralwasser < 0,3 mg / l
- 0,25 mg Fluorid / Tag
- Fluoridkonzentration im Trinkwasser / Mineralwasser < 0,3 mg / l
- Fluoridkonzentration im Trinkwasser / Mineralwasser > 0,7 mg / l
- keine zusätzliche Fluoridgabe erforderlich
- Behandlungsdauer:
- Anwendung frühestmöglich beginnen
- während der ersten 12 Lebensjahre konsequent fortsetzen
- Prophylaxefortsetzung bis ins Erwachsenenalter empfohlen
Anwendung
- Lutschtabletten langsam lutschen
- Säuglinge und Kleinkinder: zerdrückte Tablette auf einem Löffel mit Nahrung, Wasser oder Tee einnehmen
- Beigabe zur Flaschennahrung möglich, wenn Flascheninhalt vollständig ausgetrunken wird
- Einnahme bevorzugt abends nach dem Zähneputzen
- Gleichzeitige Zufuhr von Milch und Milchprodukten vermindert die Resorption von Fluorid nicht wesentlich
Hinweise bei Stillzeit
- nur äußerst geringer Übergang in die Muttermilch
- Fluorid zur Kariesvorbeugung dem Säugling direkt geben
Kontraindikation
- Überempfindlichkeit gegen Natriumfluorid
- weitere systemische Fluorid-Anwendung durch z. B. fluoridhaltige Gele, Trink-/Mineral-/Tafelwasser und/oder fluoridiertem Speisesalz
Hinweise zur Verkehrstüchtigkeit/Bedienung von Maschinen
- kein oder ein vernachlässigbarer Einfluss auf die Verkehrstüchtigkeit oder die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen