Abbildung nicht verbindlich
Produktinformationen Cetirizin Aristo® Allergiesaft 1 mg/ml Lösung zum Einnehmen 75ml
Preisvergleich Packungsbeilage / BeipackzettelInhaltsverzeichnis
Hinweise / Warnhinweise für Hilfsstoffe
Enthält Fructose, Invertzucker (Honig), Lactitol, Maltitol, Isomaltitol, Saccharose oder Sorbitol. Darf bei Patienten mit hereditärer Fructose-Intoleranz nicht angewendet werden. Enthält Parahydroxybenzoesäure/deren Ester Parabene (Alkyl-p-hydroxybenzoate) als Konservierungsmittel. Kann bei oraler, parenteraler, bronchopulmonaler und lokaler Applikation Überempfindlichkeitsreaktionen hervorrufen.
Hinweise / Warnhinweise für Reaktionsvermögen
Beeinträchtigung des Reaktionsvermögens durch Arzneistoff und/oder Nebenwirkung, Teilnahme am Straßenverkehr und Bedienen von Maschinen eingeschränkt möglich.
Hinweise bei Stillzeit
- Vorsicht bei der Anwendung von Cetirizin in der Stillzeit
- Übergang in die Muttermilch
- in Abhängigkeit vom Zeitpunkt der Probenahme nach der Verabreichung entspricht die Konzentration in der Muttermilch zu 25 - 90 % der im Plasma gemessenen Konzentration
Hinweise bei Schwangerschaft
- Vorsicht bei der Anwendung in der Schwangerschaft
- sehr begrenzte klinische Daten zur Anwendung von Cetirizin bei Schwangeren vorliegend
- die für Cetirizin gesammelten Daten zum Schwangerschaftsausgang deuten nicht darauf hin, dass die maternale Toxizität oder die Feto-/Embryotoxizität über das Maß spontan auftretender Toxizitäten hinaus verstärkt wird
- tierexperimentelle Studien
- lassen nicht auf direkte oder indirekte schädliche Wirkungen auf die Schwangerschaft, embryonale/fetale Entwicklung, Entbindung oder postnatale Entwicklung schließen
- Fertilität
- begrenzte Daten zur Fertilität beim Menschen vorliegend, die aber keine Bedenken zur Sicherheit ergeben haben
- tierexperimentelle Daten zeigen keine Sicherheitsbedenken für die menschliche Reproduktion
Kontraindikation
- Überempfindlichkeit gegen Cetirizin, Hydroxyzin oder andere Piperazin-Derivate
- schwere Niereninsuffizienz (Kreatinin-Clearance < 10 ml / Min.)
Hinweise zur Verkehrstüchtigkeit/Bedienung von Maschinen
- objektive Messungen der Fahrtüchtigkeit, Schlaflatenz und Leistung am Fließband haben bei der empfohlenen Dosis von 10 mg Cetirizin keine klinisch relevanten Wirkungen gezeigt
- dennoch kann bei einigen Patienten Benommenheit auftreten und die Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen beeinträchtigt sein
- deshalb sollten Patienten, bei denen Benommenheit oder Schläfrigkeit auftritt, nicht aktiv am Straßenverkehr teilnehmen, nicht ohne sicheren Halt arbeiten oder Maschinen bedienen
- diese Patienten sollten die empfohlene Dosis nicht überschreiten und die individuelle Reaktion auf das Arzneimittel abwarten
- Alkohol
- bei empfindlichen Patienten kann die gleichzeitige Einnahme mit Alkohol oder zentral dämpfenden Mitteln zu einer zusätzlichen Reduktion der Aufmerksamkeit und einer Leistungsbeeinträchtigung führen
Nebenwirkungen
- Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Thrombozytopenie
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Erkrankungen des Immunsystems
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Überempfindlichkeit
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- anaphylaktischer Schock
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen
- ohne Häufigkeitsangabe
- gesteigerter Appetit
- ohne Häufigkeitsangabe
- Psychiatrische Erkrankungen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Schläfrigkeit
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Agitiertheit
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Aggressivität
- Verwirrtheit
- Depressionen
- Halluzinationen
- Schlaflosigkeit
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Tic
- ohne Häufigkeitsangabe
- Suizidgedanken
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Erkrankungen des Nervensystems
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Schwindel
- Kopfschmerzen
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Parästhesie
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Krämpfe, Konvulsionen
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Dysgeusie
- Synkope
- Tremor
- Dystonie
- Dyskinesie
- ohne Häufigkeitsangabe
- Amnesie
- Gedächtnisstörungen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Augenerkrankungen
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Akkommodationsstörungen
- Verschwommensehen
- okulogyrische Krise, insbesondere bei Kindern
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Erkrankungen des Ohrs und des Labyrinths
- ohne Häufigkeitsangabe
- Vertigo
- ohne Häufigkeitsangabe
- Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Pharyngitis
- Rhinitis
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Herzerkrankungen
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Tachykardie
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Abdominalschmerzen
- Mundtrockenheit
- Übelkeit
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Diarrhöe
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Leber- und Gallenerkrankungen
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- auffällige Leberfunktion (Erhöhung der Transaminase, alkalischen Phosphatase, gamma-GT und des Bilirubins)
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Ausschlag
- Pruritus
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Urtikaria
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- angioneurotisches Ödem / Quincke-Ödem
- fixes Arzneimittelexanthem
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Erkrankungen der Nieren und der Harnwege
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Dysurie
- Enurese
- Miktionsstörungen
- ohne Häufigkeitsangabe
- Harnverhalt
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Müdigkeit
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Asthenie
- Unwohlsein
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Ödeme
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Untersuchungen
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Gewichtszunahme
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
Hinweise und Vorsichtsmaßnahmen
- Patienten mit Epilepsie und bei Patienten mit Krampfneigung
- Vorsicht bei der Anwendung
- Patienten mit einer Prädisposition für Harnverhalt (z.B. Läsion des Rückenmarks, Prostatahyperplasie)
- Vorsicht bei der Anwendung, da Cetirizin das Risiko eines Harnverhalts erhöhen kann
- Allergietests
- Antihistaminika wirken hemmend auf Allergietests der Haut
- daher vor Durchführung eines Allergietests eine 3-tägige Auswaschphase erforderlich
- Patienten mit Nierenerkrankungen
- werden angewiesen, sich vor der Einnahme an einen Arzt zu wenden
- Arzt sollte festlegen, ob eine Dosisanpassung erforderlich ist
- Pruritus und Urtikaria
- Pruritus und Urtikaria können bei Behandlungsende mit Cetirizin auftreten, selbst wenn diese Symptome vor Behandlungsbeginn nicht vorhanden waren
- in manchen Fällen können die Symptome so stark sein, dass die Behandlung wieder aufgenommen werden muss
- Symptome sollten abklingen, sobald die Behandlung wieder aufgenommen wurde
- Alkohol
- Vorsicht bei gleichzeitiger Einnahme mit Alkohol
- bei therapeutischen Dosierungen im Zusammenhang mit Alkohol (bei einem Alkoholblutspiegel von 0,5 g/l) keine klinisch signifikanten Wechselwirkungen festgestellt
- dennoch Vorsicht bei gleichzeitiger Einnahme mit Alkohol
- Kinder und Jugendliche
- Einschränkungen des Anwenderalters gemäß Herstellerinformation beachten !
Anwendung
- Lösung zum Einnehmen
- Einnahme unverdünnt mittels beiliegender Applikationsspritze möglich
Indikation
- Erwachsene und Kinder >/= 2 Jahre
- zur Linderung von nasalen und okularen Symptomen bei saisonaler und perennialer allergischer Rhinitis
- zur Linderung von Symptomen bei chronischer idiopathischer Urtikaria
Dosierung
Basiseinheit: 1 ml Lösung zum Einnehmen enthält 1 mg Cetirizindihydrochlorid
- saisonale und perenniale allergische Rhinitis; chronische idiopathische Urtikaria
- Erwachsene, Jugendliche >/= 12 Jahre
- 10 mg Cetirizindihydrochlorid (10 ml Lösung) 1mal / Tag
- Kinder
- 2 - 6 Jahre:
- 2,5 mg Cetirizindihydrochlorid (2,5 ml Lösung) 2mal / Tag
- 6 - 12 Jahre:
- 5 mg Cetirizindihydrochlorid (5 ml Lösung) 2mal / Tag
- 2 - 6 Jahre:
- Behandlungsdauer:
- </= 30 Tage
- nach Ablauf dieser Zeit: Arzt aufsuchen
- Erwachsene, Jugendliche >/= 12 Jahre
- ältere Patienten
- keine Dosisanpassung erforderlich (soweit Nierenfunktion unauffällig)
- Niereninsuffizienz
- mittelschwer - schwer:
- keine Daten zum Wirksamkeits-/Sicherheits-Verhältnis
- bei fehlenden Behandlungsalternativen: Dosisintervall individuell an Nierenfunktion anpassen (Cetirizin wird v.a. über die Nieren ausgeschieden)
- Dosisanpassung s. nachfolgende Tabelle
- Wert der Kreatinin-Clearance (CLcr) des Patienten in ml / Min. abschätzen
- Bestimmung der CLcr in ml / Min. aus der Serum-Kreatinin-Konzentration (mg / dl) nach folgender Formel:
- CLcr = ( [ 140 - Alter (Jahre) ] x Gewicht (kg) ) / ( 72 x Serum-Kreatinin (mg / dl) )
- x 0,85 bei Frauen
- Tabelle: Dosisanpassung bei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion
- Nierenfunktion normal
- Kreatinin-Clearance (ml / Min.): >/= 80
- Dosis und Einnahmehäufigkeit: 10 mg 1mal / Tag
- Nierenfunktion leicht
- Kreatinin-Clearance (ml / Min.): 50 - 79
- Dosis und Einnahmehäufigkeit: 10 mg 1mal / Tag
- Nierenfunktion mäßig
- Kreatinin-Clearance (ml / Min.): 30 - 49
- Dosis und Einnahmehäufigkeit: 5 mg 1mal / Tag
- Nierenfunktion schwer
- Kreatinin-Clearance (ml / Min.): < 30
- Dosis und Einnahmehäufigkeit: 5 mg 1mal / 2 Tage
- terminale Niereninsuffizienz - dialysepflichtige Patienten
- Kreatinin-Clearance (ml / Min.): < 10
- Dosis und Einnahmehäufigkeit: kontraindiziert
- Nierenfunktion normal
- schwer (Kreatinin-Clearance < 10 ml / Min.):
- kontraindiziert
- Kinder und Jugendliche mit eingeschränkter Nierenfunktion:
- individuelle Dosisanpassung unter Berücksichtigung der renalen Clearance, des Alters und des Körpergewichts des Patienten
- mittelschwer - schwer:
- Leberinsuffizienz
- Patienten mit ausschließlich eingeschränkter Leberfunktion:
- keine Dosisanpassung erforderlich
- Patienten mit gleichzeitig eingeschränkter Leber- und Nierenfunktion:
- Dosisanpassung empfohlen (s. zuvor bei Patienten mit mittelschwerer bis schwerer Niereninsuffizienz)
- Patienten mit ausschließlich eingeschränkter Leberfunktion: