Abbildung nicht verbindlich
Produktinformationen Buscopan® Dragées 10 mg 20 Tbl., überzogen
Preisvergleich Packungsbeilage / BeipackzettelInhaltsverzeichnis
Hinweise / Warnhinweise für Hilfsstoffe
Enthält Fructose, Invertzucker (Honig), Lactitol, Maltitol, Isomaltitol, Saccharose oder Sorbitol. Darf bei Patienten mit hereditärer Fructose-Intoleranz nicht angewendet werden.
Hinweise / Warnhinweise für Anwendung und Dosierung
Mit Flüssigkeit einnehmen.
Hinweise / Warnhinweise für Reaktionsvermögen
Beeinträchtigung des Reaktionsvermögens durch Arzneistoff und/oder Nebenwirkung, Teilnahme am Straßenverkehr und Bedienen von Maschinen eingeschränkt möglich.
Hinweise und Vorsichtsmaßnahmen
- Arzt sollte umgehend aufgesucht werden, wenn schwere abdominelle Schmerzen persistieren oder sich verschlimmern oder zusammen mit Symptomen wie Fieber, Übelkeit, Erbrechen, Veränderungen der Darmmotilität, abdomineller (Druck-)Empfindlichkeit, Blutdruckabfall, Ohnmacht oder Blut im Stuhl auftreten
Nebenwirkungen
- Erkrankungen des Immunsystems
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Hautreaktionen, z.B. Urtikaria, Pruritus
- ohne Häufigkeitsangabe
- Überempfindlichkeitsreaktionen
- Dyspnoe
- anaphylaktische Reaktionen
- anaphylaktischer Schock mit Blutdruckabfall und Flush
- Ausschlag
- Hautrötung
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Herzerkrankungen
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Tachykardie
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Gefäßerkrankungen
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Blutdruckabfall
- Schwindel
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Augenerkrankungen
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Akkommodationsstörungen (insbesondere bei Patienten, die hyperop und nicht ausreichend korrigiert sind)
- Glaukomanfall
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Mundtrockenheit (Hemmung der Speichelsekretion)
- Diarrhoe
- Übelkeit
- Erbrechen
- Magenbeschwerden
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Erkankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Trockene Haut (Hemmung der Schweißsekretion)
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Erkrankungen der Nieren und Harnwege
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Miktionsstörungen wie z.B. Urinretention, Dysurie
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Allgemeine Erkrankungen
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Müdigkeit
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
Indikation
- Behandlung von leichten bis mäßig starken Spasmen des Magen-Darm-Traktes, sowie zur Behandlung spastischer Abdominalbeschwerden beim Reizdarmsyndrom
Kontraindikation
- Überempfindlichkeit gegen Butylscopolaminiumbromid
- mechanische Stenosen des Magen-Darm-Trakts
- Megakolon
- Harnverhaltung bei subvesikaler Obstruktion (z.B. Prostataadenom)
- Engwinkelglaukom
- Tachykardie und Tachyarrhythmie
- Myasthenia gravis
Hinweise bei Schwangerschaft
- keine oder nur sehr begrenzte Erfahrungen mit der Anwendung bei Schwangeren
- keine ausreichenden tierexperimentellen Studien in Bezug auf Reproduktionstoxizität
- aus Vorsichtsgründen soll die Anwendung während der Schwangerschaft vermieden werden
- Fertilität
- keine Studien zu den Auswirkungen auf die Fertilität am Menschen durchgeführt
Hinweise bei Stillzeit
- Anticholinergika können die Laktation hemmen
- nicht bekannt, ob Butylscopolamin bzw. seine Metabolite in die Muttermilch übergehen
- auf einige Anticholinergika reagierten Neugeborene empfindlich.
- Risiko für das Neugeborene/Kind kann nicht ausgeschlossen werden.
- Entscheidung muss darüber getroffen werden, ob das Stillen zu unterbrechen ist, oder ob auf die Behandlung mit Butylscopolamin verzichtet werden soll
- sowohl Nutzen des Stillens für das Kind als auch Nutzen der Therapie für die Mutter berücksichtigen
Dosierung
- leichte bis mäßig starke Spasmen des Magen-Darm-Traktes, spastische Abdominalbeschwerden beim Reizdarmsyndrom
- Erwachsene und Kinder (> 6 Jahre)
- 1 - 2 Dragees (10 - 20 mg) 3mal / Tag
- tägl. Maximaldosis: 60 mg Butylscopolaminiumbromid
- Behandlungsdauer: ohne ärztlichen Rat max. 5 Tage
- Erwachsene und Kinder (> 6 Jahre)
Hinweise zur Verkehrstüchtigkeit/Bedienung von Maschinen
- keine Studien zum Reaktionsvermögen durchgeführt
- bei der Anwendung von Butylscopolamin in der vorgesehenen Dosierung normalerweise keine Beeinträchtigung zu erwarten
- sollten aber dennoch Symptome wie Müdigkeit, Schwindel oder gestörtes Nah-Sehen auftreten, dann kann die Fähigkeit zur Teilnahme am Straßenverkehr und zum Bedienen von Maschinen beeinträchtigt werden
Anwendung
- zum Einnehmen
- unzerkaut mit ausreichend Flüssigkeit schlucken