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Produktinformationen Braunol Schleimhautantiseptikum 1000ml Lsg.
Preisvergleich Packungsbeilage / BeipackzettelInhaltsverzeichnis
Nebenwirkungen
- Erkrankungen des Immunsystems
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- anaphylaktische Reaktionen
- Angioödeme
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Erkankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- kontaktallergische Reaktionen vom Spättyp
- charakterisiert durch z.B. Jucken, Rötung, Bläschen
- Hautreizungen nach präoperativer Hautdesinfektion in Fällen, in denen es zu einer „Pfützenbildung" unter dem Patienten gekommen ist
- kontaktallergische Reaktionen vom Spättyp
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Endokrine Erkrankungen
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- bei prädisponierten Patienten Iod-induzierte Hyperthyreose mit Symptomen wie Tachykardie oder Unruhe
- ohne Häufigkeitsangabe
- Störungen der Schilddrüsenfunktion (bei großflächiger bzw. wiederholter Anwendung, besonders auf geschädigter Haut)
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- nach Resorption größerer Povidon-Iod- Mengen, z.B. bei Verbrennungsbehandlung
- Auftreten von (zusätzlichen) Elektrolyt- und Serumosmolaritäts-Störungen
- schwere metabolischer Acidose
- nach Resorption größerer Povidon-Iod- Mengen, z.B. bei Verbrennungsbehandlung
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Erkrankungen der Nieren und Harnwege
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- nach Resorption größerer Povidon-Iod- Mengen, z.B. bei Verbrennungsbehandlung
- renale Insuffizienz
- nach Resorption größerer Povidon-Iod- Mengen, z.B. bei Verbrennungsbehandlung
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Augenerkrankungen
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Hornhautkalzifizierungen unter der Therapie mit phosphathaltigen Augentropfen bei Patienten mit ausgeprägten Hornhautdefekten
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- zu Behandlungsbeginn lokales Brennen nach Aufbringen des Arzneimittels
- ohne Häufigkeitsangabe
- bei längerer Behandlung durch zytotoxische Wirkungen:
- Störung der Wundheilung
- vorübergehend Schmerzen, Brennen und Wärmegefühl
- bei längerer Behandlung durch zytotoxische Wirkungen:
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
Hinweise bei Stillzeit
- kontraindiziert während der Stillzeit
- orale Aufnahme des Arzneimittels durch den Säugling durch Kontakt mit der behandelten Körperstelle der stillenden Mutter muss vermieden werden
- Übergang in die Muttermilch
- möglicherweise Anstieg des Iod-Gehalts der Muttermilch, falls es aufgrund von Art und Umfang der Anwendung zu einer ausgeprägten Iod-Resorption kommt
- nach Anwendung von Povidon-Iod unter Umständen Kontrolle der Schilddrüsenfunktion beim Kind angezeigt
- im Falle einer Hypothyreose ist eine frühzeitige Behandlung mit Schilddrüsenhormonen bis zur Normalisierung der Schilddrüsenfunktion durchführen
Hinweise bei Schwangerschaft
- kontraindiziert während der Schwangerschaft
- Anwendung nur nach nach strengster Indikationsstellung und äußerst limitiert
- Anwendung von Iod darf bis zur 9. Schwangerschaftswoche nur unter strenger Indikationsstellung erfolgen
- ab der 9. Schwangerschaftswoche Anwendung von Iod mit folgenden Ausnahmen absolut kontraindiziert:
- vorzeitiger Blasensprung (vor der 37. SSW) mit hohem Infektionsrisiko (tokolytische Behandlung, Behandlung mit Corticosteroiden)
- nur Anwendung geringprozentiger (Povidon-Iod 2,5 %) Konzentration
- Povidon-Iod ist plazentagängig
- nach Anwendung von Povidon-Iod unter Umständen Kontrolle der Schilddrüsenfunktion beim Kind angezeigt
- im Falle einer Hypothyreose ist eine frühzeitige Behandlung mit Schilddrüsenhormonen bis zur Normalisierung der Schilddrüsenfunktion durchführen
Hinweise zur Verkehrstüchtigkeit/Bedienung von Maschinen
- kein Einfluss auf das Reaktionsvermögen
- keine Studien zu den Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen durchgeführt
Hinweise und Vorsichtsmaßnahmen
- Povidon-Iod darf nicht gleichzeitig oder kurzfristig nachfolgend mit Quecksilberderivaten (z.B. Quecksilber-haltigen Desinfektionsmitteln) angewendet werden
- Verätzungsgefahr durch Bildung von Quecksilberiodid
- Anwendung nur nach strenger Indikationsstellung über längere Zeit und großflächig (z.B. > 10 % KOF und länger als 14 Tage), da eine nachfolgende Iod-induzierte Hyperthyreose nicht gänzlich ausgeschlossen werden kann
- bei Patienten mit blanden Knotenstrumen
- bei Patienten nach Schilddrüsenerkrankungen
- bei prädisponierten Patienten mit autonomen Adenomen bzw. funktioneller Autonomie
- in diesen Fällen auch nach Absetzen der Therapie (bis zu 3 Monaten) auf Frühsymptome einer möglichen Schilddrüsenüberfunktion achten und ggf. die Schilddrüsenfunktion überwachen (besonders bei älteren Patienten)
- Neugeborene und Säuglinge
- bei Neugeborenen und Säuglingen bis zum Alter von 6 Monaten Anwendung nur nach strenger Indikationsstellung und äußerst limitiert, da das Risiko einer Hypothyreose nicht vollständig ausgeschlossen werden kann
- wiederholte Anwendung ist zu vermeiden
- nach Anwendung von Povidon-Iod Kontrolle der Schilddrüsenfunktion angezeigt
- im Falle einer Hypothyreose frühzeitige Behandlung mit Schilddrüsenhormonen bis zur Normalisierung der Schilddrüsenfunktion durchführen
- Säuglinge
- akzidentelle orale Aufnahme durch den Säugling muss vermieden werden
- Laborparameter
- wegen der oxidierenden Wirkung von Povidon-Iod können verschiedene Diagnostika falsch positive Ergebnisse liefern (u.a. o-Toluidin und Guajakharz zur Hämoglobin- oder Glukosebestimmung)
- unter der Gabe von Povidon-Iod kann die Iodaufnahme der Schilddrüse herabgesetzt sein
- kann zu Störungen der Schilddrüsenszintigraphie, der PBI (protein-bound iodine)-Bestimmung und der Radioiod-Diagnostik führen sowie eine geplante Radioiod-Therapie unmöglich machen
- bis zur Aufnahme eines neuen Szintigramms sollte eine Karenzzeit von mind. 1 - 2 Wochen nach Absetzen der Povidon-Iod-Behandlung eingehalten werden
- präoperative Hautdesinfektion (flüssige Darreichungsform)
- bei Anwendung im Rahmen der präoperativen Hautdesinfektion "Pfützenbildung" unter dem Patienten vermeiden
- längerer Hautkontakt mit der nicht abgetrockneten Lösung kann in seltenen Fällen schwere verbrennungsähnliche Hautreaktionen auslösen
- bei Anwendung im Rahmen der präoperativen Hautdesinfektion "Pfützenbildung" unter dem Patienten vermeiden
- Anwendung im Rachenbereich (flüssige Darreichungsform)
- bei Anwendung im Rachenbereich ist eine Aspiration zu vermeiden
- andernfalls können respiratorische Beschwerden bis hin zur Pneumonie auftreten
- bei Anwendung im Rachenbereich ist eine Aspiration zu vermeiden
Kontraindikation
- Überempfindlichkeit gegenüber Povidon-Iod
- Hyperthyreose oder andere manifeste Schilddrüsenerkrankungen
- Dermatitis herpetiformis Duhring
- vor oder nach einer Radio-Iod-Anwendung (bis zum Abschluss der Behandlung)
- sehr kleine Frühgeborene (Geburtsgewicht < 1500 g) aufgrund der Iodaufnahme
- Neugeborenen und Säuglingen bis zum Alter von 6 Monaten
- ggf. unterschiedliche Herstellerangaben beachten
- Schwangerschaft
- Stillzeit
- auch die zufällige Aufnahme durch den Säugling mit dem Mund, z. B. bei der Behandlung der entzündeten Brust, muss unbedingt vermieden werden
Dosierung
- Hautdesinfektion oder Antiseptik der Schleimhaut, z.B. vor operativen Eingriffen, Biopsien, Injektionen, Punktionen, Blutentnahmen, Blasenkatheterisierungen
- Einzelapplikation der unverdünnten Lösung
- Hautdesinfektion talgdrüsenarmer Haut:
- Einwirkungszeit vor Injektionen und Punktionen: 15 Sekunden
- Einwirkungszeit vor Punktionen von Gelenken, Körperhöhlen und Hohlorganen sowie operativen Eingriffen: mindestens 1 Minute
- Hautdesinfektion talgdrüsenreicher Haut: Einwirkzeit mind. 10 Minuten (Haut während der gesamten Einwirkungszeit durch das unverdünnte Präparat feucht halten)
- Hautdesinfektion talgdrüsenarmer Haut:
- Einzelapplikation der unverdünnten Lösung
- Händedesinfektion
- Anwendung der unverdünnten Lösung
- hygienische Desinfektion
- 3 ml Lösung in die Hände einreiben
- Einwirkungszeit: 1 Minute
- anschließend: Hände waschen
- chirurgische Desinfektion
- 2mal 5 ml Lösung in die Hände einreiben
- Einwirkungszeit: 5 Minuten
- Hände während der gesamten Einwirkungszeit durch das unverdünnte Präparat feucht halten
- antiseptische Behandlung oberflächlicher Wunden und Verbrennungen
- Anwendung der unverdünnten Lösung
- antiseptische Spülungen, Waschungen und Bäder
- Anwendung der verdünnten Lösung
- Spülungen im Rahmen der Wundbehandlung (z.B. Decubitus, Ulcus cruris, Gangrän) und perioperativen Infektionsprophylaxe 1:2 - 1:20
- antiseptische Waschungen 1:2 - 1:25
- antiseptische Teilbäder ca. 1:25
- antiseptische Vollbäder ca. 1:100
- Anwendung der verdünnten Lösung
- Behandlungsdauer
- bei wiederholter Anwendung Häufigkeit und Dauer der Anwendung abhängig von vorliegender Indikation
- so lange, wie noch Anzeichen einer Infektion oder einer deutlichen Infektionsgefährdung bestehen
- bei Rezidiv Wiederaufnahme der Behandlung möglich
- Hinweise
- Antiseptische Waschungen und Bäder nur als unterstützende hygienische Maßnahmen, kein Ersatz konventioneller präoperativer Hautdesinfektion
- Braunfärbung als Eigenschaft des Präparates zeigt Wirksamkeit an
- weitgehende Entfärbung Hinweis auf die Erschöpfung der Wirksamkeit
Anwendung
- unverdünnt oder in Verdünnung zur äußerlichen Anwendung
- zur Verdünnung normales Leitungswasser oder physiologische Kochsalzlösung bzw. Ringerlösung verwenden
- zur Anwendung am Auge mit Phosphatpuffer gepufferte Lösungen empfohlen
- Lösung bis zur vollständigen Benetzung auf die zu behandelnde Stelle auftragen
- der beim Eintrocknen sich bildende antiseptisch wirkende Film lässt sich mit Wasser leicht abwaschen
- bei präoperativer Hautdesinfektion: "Pfützenbildung" unter dem Patienten vermeiden
- Verdünnungen stets frisch herstellen und alsbald verbrauchen
Indikation
- Zur einmaligen Anwendung
- Desinfektion der intakten äußeren Haut oder Antiseptik der Schleimhaut wie z.B. vor
- Operationen
- Biopsien
- Injektionen
- Punktionen
- Blutentnahmen
- Blasenkatheterisierungen
- Desinfektion der intakten äußeren Haut oder Antiseptik der Schleimhaut wie z.B. vor
- Zur wiederholten, zeitlich begrenzten Anwendung
- antiseptische Wundbehandlung z.B. bei
- Decubitus
- Ulcus cruris
- Verbrennungen
- infizierten Dermatosen
- hygienische und chirurgische Händedesinfektion
- antiseptische Wundbehandlung z.B. bei