Abbildung nicht verbindlich
Produktinformationen Bifiteral® 667 g/l, Sirup 1000 ml
Preisvergleich Packungsbeilage / BeipackzettelInhaltsverzeichnis
Hinweise / Warnhinweise für Hilfsstoffe
Enthält Fructose, Invertzucker (Honig), Lactitol, Maltitol, Isomaltitol, Saccharose oder Sorbitol. Darf bei Patienten mit hereditärer Fructose-Intoleranz nicht angewendet werden. Enthält Sulfite/Metabisulfite. Kann bei oraler, parenteraler und bronchopulmonaler Applikation Überempfindlichkeitsreaktionen und Bronchospasmen hervorrufen.
Nebenwirkungen
- Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Diarrhoe
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Flatulenz, Meteorismus
- abdominale Schmerzen
- Nausea
- Erbrechen
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Untersuchungen
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Störung im Elektrolythaushalt aufgrund von Diarrhoe
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- zu erwarten dass das Sicherheitsprofil für Kinder und Jugendliche ähnlich wie bei Erwachsenen ist
Hinweise bei Stillzeit
- Lactulose kann während der Stillzeit angewendet werden
Hinweise und Vorsichtsmaßnahmen
- Arzt konsultieren
- bei schmerzhaften abdominalen Symptomen unbestimmter Ursache vor Beginn der Behandlung,
- wenn nach mehreren Tagen kein therapeutischer Effekt eingetreten ist
- während einer Therapie mit Laxantien sollte auf eine ausreichende Flüssigkeitsaufnahme (1,5 - 2 Liter, entsprechend 6 - 8 Gläser) im Laufe eines Tages geachtet werden
- Lactulose sollte nicht angewendet werden bei
- akut-entzündlichen Magen-Darm-Erkrankungen
- Störungen des Wasser- und Elektrolythaushaltes
- Störungen des Elektrolythaushaltes
- bei langfristigen Einnahmen von Lactulose in einer Dosierung, die zu anhaltenden dünnen Stühlen führt, muss mit Störungen des Elektrolythaushaltes gerechnet werden
- Patienten mit Lactase-Mangel oder Glucose-Galactose-Malabsorption sollten Lactulose nicht einnehmen, da Lactulose synthesebedingt Galactose und Lactose enthält
- Lactulose sollte Patienten mit einer Lactoseintoleranz nur mit Vorsicht verabreicht werden
- Patienten mit Diabetes mellitus
- Wirkstoff enthält verdauliche Kohlenhydrate z.B. Fructose, Galactose, Lactose
- entsprechende BE bei Patienten mit Diabetes mellitus berücksichtigen
- Kinder und Jugendliche
- Anwendung von Laxantien bei Kindern sollte die Ausnahme bleiben und medizinisch überwacht werden
- beachten, dass der Defäkationsreflex während der Behandlung gestört sein kann
- insbesondere bei Säuglingen und Kleinkindern das autosomalrezessiv erbliche Fructose-Intoleranz-Syndrom ausschließen
- hierbei führt der unvollständige Abbau zur Fructosämie und -urie, zu Hypoglykämien und hypoglykämischen Leber-, Nieren und Gehirnschäden
Hinweise bei Schwangerschaft
- Lactulose kann während der Schwangerschaft angewendet werden
- Fertilität
- keine Effekte auf die Fertilität zu erwarten, da die systemische Aufnahme von Lactulose vernachlässigbar ist
Hinweise zur Verkehrstüchtigkeit/Bedienung von Maschinen
- kein oder vernachlässigbarer Einfluss auf das Reaktionsvermögen
Hinweise / Warnhinweise für Anwendung und Dosierung
Einschleichend dosieren.
Kontraindikation
- Überempfindlichkeit gegen Lactulose
- Ileus, Darmperforation oder Risiko einer Darmperforation
- Patienten mit der seltenen hereditären Fructose-Intoleranz
- Patienten mit einer seltenen hereditären Galactose-Intoleranz, z.B. Galactosämie
Dosierung
Basiseinheit: 100 ml Sirup enthalten 66,7 g Lactulose (4-O-ß-D-Galactopyranosyl-D-Fructose).
- Obstipation; Erkrankungen, die eine erleichterte Defäkation erfordern; portokavale Enzephalopathie
- individuell dosieren, dass ein weicher Stuhl entsteht; angepasst an Erfordernisse des Patienten je nach Schwere und Entwicklung des Krankheitsbildes
- Eintritt des abführenden Effekts innerhalb von 2 - 10 Stunden, bei ungenügender Dosierung nach 24 - 48 Stunden
- Obstipation
- 7,5 - 15 ml Sirup (5 - 10 g Lactulose) 1 - 2mal / Tag
- Kinder
- 4,5 - 9 ml Sirup (3 - 6 g Lactulose) 1 - 2mal / Tag
- portokavale Enzephalopathie
- einschleichend dosieren
- Anfangdsdosis: 7,5 - 15 ml Sirup (5 - 10 g Lactulose) 3 - 4mal / Tag
- anschließende Dosissteigerung
- auf 30 - 45 ml Sirup (20 - 30 g Lactulose) 3 - 4mal / Tag
- bis Entleerung von 2 - 3 weichen Stühlen / Tag
- Kinder: keine Erfahrungen
- Behandlungsdauer
- abhängig von Entwicklung des Krankheitsbildes
Indikation
- Obstipation, die durch ballaststoffreiche Kost und andere allgemeine Maßnahmen nicht ausreichend beeinflusst werden kann
- Erkrankungen, die eine erleichterte Defäkation erfordern
- Prophylaxe und Therapie bei portokavaler Enzephalopathie
Anwendung
- Einnahme des Sirups in Wasser oder anderen Flüssigkeiten verdünnt unabhängig von den Mahlzeiten