Abbildung nicht verbindlich
Inhaltsverzeichnis
Hinweise / Warnhinweise für Anwendung und Dosierung
Mit Flüssigkeit einnehmen. Einnahme zur Nacht.
Hinweise / Warnhinweise für Reaktionsvermögen
Beeinträchtigung des Reaktionsvermögens durch Arzneistoff und/oder Nebenwirkung, Teilnahme am Straßenverkehr und Bedienen von Maschinen eingeschränkt möglich.
Anwendung
- ca. 20 - 30 Min. vor dem Schlafengehen unzerkaut mit etwas Flüssigkeit einnehmen
Nebenwirkungen
- Erkrankungen des Nervensystems
- ohne Häufigkeitsangabe
- Schwindel
- Kopfschmerzen
- Sedation
- ohne Häufigkeitsangabe
- Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
- ohne Häufigkeitsangabe
- Lichtempfindlichkeit
- ohne Häufigkeitsangabe
- Gefäßerkrankungen
- ohne Häufigkeitsangabe
- blutdrucksenkende Wirkungen (bei Hypertonikern beobachtet)
- ohne Häufigkeitsangabe
- Psychiatrische Erkrankungen
- ohne Häufigkeitsangabe
- suizidale Gedanken, suizidales Verhalten
- Fälle von suizidalen Gedanken oder suizidalem Verhalten während der Therapie mit serotonergen Arzneimitteln bzw. Arzneimitteln zur Behandlung depressiver Erkrankungen oder kurze Zeit nach Beendigung der Behandlung berichtet
- suizidale Gedanken, suizidales Verhalten
- ohne Häufigkeitsangabe
Kontraindikation
- Überempfindlichkeit gegen L-Tryptophan
- schwere Leberinsuffizienz
- hepatische Enzephalopathie
- schwere Nierenerkrankungen und Niereninsuffizienz
- Dünndarmkarzinoid mit Herzschädigung (Hedinger-Syndrom)
- Kombination mit Antidepressiva aus der Gruppe der Monoaminoxidasehemmer und Serotonin-Wiederaufnahmehemmer
Hinweise zur Verkehrstüchtigkeit/Bedienung von Maschinen
- Tryptophan kann auch bei bestimmungsgemäßem Gebrauch das Reaktionsvermögen so weit verändern, dass die Fähigkeit zur aktiven Teilnahme am Straßenverkehr oder zum Bedienen von Maschinen beeinträchtigt wird
- gilt in verstärktem Maße im Zusammenwirken mit Alkohol
Hinweise bei Stillzeit
- keine Daten zur Anwendung von Tryptophan während der Stillzeit
- Tryptophan darf in der Stillzeit nur nach strenger ärztlicher Indikationsstellung verwendet werden
Dosierung
- Förderung der Schlafbereitschaft / Erleichterung des Einschlafens bei Schlafstörungen
- 2 Tabletten (entsprechend 1 g L-Tryptophan) / Tag
- auf ärztliche Empfehlung: bis zu 4 Tabletten (entsprechend 2 g) / Tag
- Behandlungsdauer:
- keine Erfahrungen mit Langzeittherapie
- nach 3 - 4 Wochen Therapiewürdigkeit prüfen
- Kinder und Jugendliche:
- keine ausreichenden Erfahrungen
- Anwendung nicht vorgesehen
Hinweise und Vorsichtsmaßnahmen
- Vorsicht bei gleichzeitiger Einnahme zusammen mit
- Phenothiazinen oder Benzodiazepinen
- anderen Hemmstoffen der Monoaminoxidase wie Selegilin, Procarbazin oder Furazolidon
- Dextromethorphan (enthalten in freiverkäuflichen Hustenmitteln)
- Hypertonie
- Vorsicht bei Patienten mit Hypertonie, da Tryptophan sympathomimetisch wirkt
- da für Tryptophan sowohl blutdrucksenkende als auch blutdrucksteigernde Wirkungen beobachtet wurden, sollen Patienten, die unter Bluthochdruck leiden, vor Anwendung des Arzneimittels Ihren Arzt zu Rate ziehen
- Eosinophilie-Myalgie-Erkrankungen
- unter der Behandlung mit Tryptophan-haltigen Präparaten sind Eosinophilie-Myalgie-Erkrankungen aufgetreten, die auf verunreinigte Rohstoffe zurückgeführt wurden
- bei Auftreten von Eosinophilie (mit Muskel- und Gelenkschmerzen, Krämpfen, Hautveränderungen)
- Eosinophilie-Myalgie-Syndrom (EMS) durch die Behandlung mit Tryptophan in Betracht ziehen
- Patienten entsprechend behandeln
- Kinder und Jugendliche
- noch keine ausreichenden Erfahrungen
- diese Altersgruppe bislang nicht für eine Therapie mit Tryptophan vorgesehen
- vor der Einnahme von Tryptophan sollen andere Ursachen für die Schlafstörungen (z.B. depressive Erkrankungen oder andere psychiatrische Erkrankungen) ausgeschlossen werden, da diese besondere Risiken für den Patienten bergen (siehe Suizid/Suizidgedanken)
- Suizid/Suizidgedanken
- depressive Erkrankungen sind mit einem erhöhten Risiko für die Auslösung von Suizidgedanken, selbstschädigendem Verhalten und Suizid (Suizid-bezogene Ereignisse) verbunden
- erhöhtes Risiko besteht, bis es zu einer signifikanten Linderung der Symptome kommt
- diese Grunderkrankung ist vor der Behandlung mit Tryptophan geeignet zu behandeln
- auch andere psychiatrische Erkrankungen können mit einem erhöhten Risiko für Suizid-bezogene Ereignisse einhergehen
- außerdem können diese Erkrankungen zusammen mit einer depressiven Erkrankung (Episoden einer Major Depression) auftreten
- auch andere bestehende psychiatrische Erkrankungen sind vor einer Behandlung mit Tryptophan geeignet zu therapieren
- Patienten mit suizidalem Verhalten in der Anamnese oder solchen, die vor der Therapie ausgeprägte Suizidabsichten hatten
- Risiko für die Auslösung von Suizidgedanken oder -versuchen kann auch unter Behandlung mit Tryptophan erhöht sein
- Patienten sollten daher während der Behandlung besonders sorgfältig überwacht werden
- Patienten < 25 Jahre
- bei Patienten < 25 Jahren mit psychiatrischen Störungen ist das Risiko für suizidales Verhalten zusätzlich erhöht
- Arzneimitteltherapie mit Tryptophan sollte daher mit einer engmaschigen Überwachung der Patienten, v.a. der Patienten mit hohem Suizidrisiko, insbesondere zu Beginn der Behandlung und nach Dosisanpassungen einhergehen
- Patienten (und deren Betreuer) sind auf die Notwendigkeit einer Überwachung hinsichtlich jeder klinischen Verschlechterung, des Auftretens von suizidalem Verhalten oder Suizidgedanken und ungewöhnlicher Verhaltensänderungen hinzuweisen
- Patienten sollten unverzüglich medizinischen Rat einholen, wenn derartige Symptome auftreten
- depressive Erkrankungen sind mit einem erhöhten Risiko für die Auslösung von Suizidgedanken, selbstschädigendem Verhalten und Suizid (Suizid-bezogene Ereignisse) verbunden
- Suizid/Suizidgedanken
Hinweise bei Schwangerschaft
- keine hinreichenden Daten für die Anwendung bei Schwangeren
- Tryptophan darf in der Schwangerschaft nur nach strenger ärztlicher Indikationsstellung verwendet werden
- bei chronischem Gebrauch von Tryptophan während der Schwangerschaft beim Feten eine Zunahme der Atembewegungen registriert
- tierexperimentelle Studien
- Tryptophan zeigte keine teratogenen Wirkungen, jedoch erhöhte Embryoletalität beobachtet
Indikation
- Förderung der Schlafbereitschaft
- Erleichterung des Einschlafens bei Schlafstörungen