Schlafstörungen: Ursachen und was beim Einschlafen hilft

Abends nicht zur Ruhe kommen, nachts wachliegen oder morgens wie gerädert aufwachen: Schlafprobleme kennen viele Menschen, oft in stressigen Phasen. Meist sind sie vorübergehend, können den Alltag aber spürbar belasten.

Stand: Juli 2026. Dieser Ratgeber dient der allgemeinen Information und ersetzt keine ärztliche Beratung. Bei anhaltenden Schlafproblemen wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Ihre Apotheke.

Damit Sie Ihre Beschwerden besser einordnen können, klären wir hier die häufigsten Fragen: welche Formen von Schlafstörungen es gibt, was sie auslösen kann, wie eine gute Schlafhygiene aussieht und wann eine ärztliche Abklärung angeraten ist.

Ein- und Durchschlafprobleme: die häufigsten Formen

Schlafstörungen zeigen sich vor allem auf zwei Arten. Beim Einschlafproblem dauert es abends lange, bis der Schlaf kommt. Beim Durchschlafproblem wacht man nachts auf und findet nur schwer zurück in den Schlaf. Häufig treten beide Formen gemeinsam auf, dazu kommt am Tag oft Müdigkeit oder Erschöpfung.

Gelegentliche schlechte Nächte sind normal und kein Grund zur Sorge. Von einer behandlungsbedürftigen Schlafstörung sprechen Fachleute erst, wenn die Probleme über mehrere Wochen mehrmals pro Woche auftreten und die Leistungsfähigkeit am Tag beeinträchtigen.

Mögliche Ursachen und Auslöser

Sehr häufig stecken Stress, Sorgen oder ein gedankliches Karussell hinter Schlafproblemen. Auch Koffein am Nachmittag, Alkohol am Abend, schwere Mahlzeiten, ein unregelmäßiger Rhythmus, Schichtarbeit und viel Bildschirmzeit vor dem Zubettgehen erschweren das Einschlafen.

Manchmal liegen körperliche Ursachen zugrunde, etwa Schmerzen, hormonelle Umstellungen oder bestimmte Erkrankungen. Auch einige Medikamente können den Schlaf stören. Welche Faktoren bei Ihnen zusammenkommen, lässt sich mit einem kurzen Schlaftagebuch oft gut eingrenzen.

Was beim Einschlafen allgemein hilft

An erster Stelle steht die sogenannte Schlafhygiene. Regelmäßige Zeiten für das Zubettgehen und Aufstehen, ein dunkles, kühles und ruhiges Schlafzimmer sowie feste Abendrituale helfen dem Körper, zur Ruhe zu kommen. Verzichten Sie am späten Nachmittag auf Koffein, meiden Sie Alkohol als Einschlafhilfe und legen Sie Bildschirme rechtzeitig weg. Wer nachts längere Zeit wachliegt, steht besser kurz auf und kehrt erst bei Müdigkeit zurück ins Bett.

Ergänzend gibt es rezeptfreie Mittel aus verschiedenen Gruppen. Pflanzliche Präparate mit Baldrian, Hopfen, Melisse oder Lavendel werden zur Beruhigung eingesetzt. Daneben gibt es rezeptfreie Schlafmittel mit bestimmten Antihistaminika, die für die kurzzeitige Anwendung gedacht sind und Nebenwirkungen haben können. Ob und welches Mittel für Sie geeignet ist, besprechen Sie mit Ihrer Apotheke; Angaben zu Anwendung und Dosis stehen in der Packungsbeilage.

Eine Übersicht passender Präparate finden Sie in der Kategorie Beruhigung & Schlaf. Pflanzliche Mittel wie Baldrian lassen sich über die Produktsuche nach Preis vergleichen.

Entspannung und Alltagstipps

Viele Menschen kommen mit Entspannungsübungen besser in den Schlaf, etwa mit ruhiger Atmung, sanftem Dehnen oder einer kurzen Fantasiereise. Auch Bewegung am Tag, Tageslicht am Morgen und ein Abschalten vom Arbeitstag können den Schlaf fördern. Ein warmes Getränk ohne Koffein und ein aufgeräumter Kopf durch eine kurze Notiz offener Aufgaben wirken auf viele beruhigend.

Wann Sie ärztlichen Rat suchen sollten

Ärztlichen Rat sollten Sie suchen, wenn Schlafprobleme über mehrere Wochen anhalten, Sie am Tag deutlich beeinträchtigen oder mit gedrückter Stimmung einhergehen. Auch lautes Schnarchen mit Atemaussetzern, ausgeprägte Tagesmüdigkeit trotz ausreichender Schlafdauer oder unruhige Beine sind Gründe für eine Abklärung. Eine Ärztin oder ein Arzt kann mögliche Ursachen einordnen und über eine geeignete Behandlung entscheiden, statt dauerhaft auf Schlafmittel zu setzen.

Häufige Fragen zu Schlafstörungen

Was hilft beim Einschlafen?
Hilfreich sind regelmäßige Schlafzeiten, ein dunkles und kühles Schlafzimmer, feste Abendrituale und der Verzicht auf Koffein und Bildschirme am Abend. Entspannungsübungen unterstützen zusätzlich. Reicht das nicht, berät Sie Ihre Apotheke zu rezeptfreien Mitteln.
Welche Ursachen haben Schlafstörungen?
Häufige Auslöser sind Stress und Sorgen, Koffein und Alkohol, ein unregelmäßiger Rhythmus, Schichtarbeit und viel Bildschirmzeit am Abend. Manchmal spielen Schmerzen, hormonelle Umstellungen, Erkrankungen oder Medikamente eine Rolle.
Ab wann sind Schlafprobleme behandlungsbedürftig?
Einzelne schlechte Nächte sind normal. Treten Ein- oder Durchschlafprobleme über mehrere Wochen mehrmals pro Woche auf und beeinträchtigen den Tag, ist eine ärztliche Abklärung angeraten.
Sind rezeptfreie Schlafmittel für den Dauergebrauch geeignet?
Rezeptfreie Schlafmittel sind für die kurzzeitige Anwendung gedacht und ersetzen keine Behandlung der Ursache. Für einen längeren Gebrauch sollten Sie ärztlichen Rat einholen. Zu Eignung und Anwendung berät Sie Ihre Apotheke.

Unsere Einordnung: Vorübergehende Schlafprobleme lassen sich häufig schon mit einer festen Schlafhygiene, Entspannung und kleinen Änderungen im Alltag verbessern, unterstützt durch pflanzliche Mittel aus der Apotheke. Halten die Beschwerden über Wochen an, beeinträchtigen sie den Tag oder kommen Atemaussetzer und gedrückte Stimmung hinzu, gehört die Ursache in ärztliche Hände.

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Quelle: Allgemeine Informationen zu Schlafstörungen und Schlafhygiene, unter anderem gesundheitsinformation.de (IQWiG).