Husten: Reizhusten, Husten mit Auswurf und was hilft

Trockener Reizhusten, der kratzt und nachts stört, oder Husten mit zähem Schleim: Husten begleitet fast jede Erkältung und ist an sich ein sinnvoller Schutzreflex. Meist klingt er nach einigen Tagen bis Wochen wieder ab.

Stand: Juli 2026. Dieser Ratgeber dient der allgemeinen Information und ersetzt keine ärztliche Beratung. Bei starkem oder anhaltendem Husten wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Ihre Apotheke.

Damit Sie die Beschwerden besser einordnen können, klären wir hier die häufigsten Fragen: welche Arten von Husten es gibt, was dahinterstecken kann, was zur Linderung beiträgt und bei welchen Anzeichen eine ärztliche Abklärung angeraten ist.

Reizhusten und Husten mit Auswurf

Grob unterscheidet man zwei Formen. Der trockene Reizhusten ohne Schleim tritt oft zu Beginn einer Erkältung und häufig nachts auf, er kratzt und reizt. Der produktive Husten geht mit Auswurf einher, hier wird Schleim abgehustet, der die Atemwege reinigt. Bei einer Erkältung geht der Reizhusten oft nach einigen Tagen in einen Husten mit Auswurf über.

Nach Dauer teilt man Husten in akut, wenn er weniger als drei Wochen anhält, und länger anhaltend ein. Ein akuter Husten im Rahmen eines Infekts ist meist harmlos, ein hartnäckiger Husten sollte dagegen genauer betrachtet werden.

Mögliche Ursachen

Die häufigste Ursache ist eine Erkältung durch Viren. Auch im Anschluss an einen Infekt kann ein Reizhusten noch Wochen bestehen bleiben. Daneben kommen weitere Auslöser infrage: herablaufendes Nasensekret bei Schnupfen, Allergien, eine empfindliche Bronchialschleimhaut, aufsteigende Magensäure sowie Reizstoffe wie Zigarettenrauch.

Ein anhaltender Husten kann außerdem Begleiterscheinung einer chronischen Erkrankung der Atemwege sein oder eine Nebenwirkung bestimmter Medikamente. Welche Ursache vorliegt, lässt sich am Verlauf, an der Jahreszeit und an den Begleitsymptomen eingrenzen. Wie sich der begleitende Schnupfen zeigt, lesen Sie im Ratgeber Schnupfen (Rhinitis).

Was bei Husten allgemein hilft

Bei erkältungsbedingtem Husten helfen allgemeine Maßnahmen gut. Ausreichend trinken hält die Schleimhäute feucht, feuchte Raumluft und das Einatmen von Wasserdampf werden oft als angenehm empfunden, und Schonung unterstützt die Erholung. Bei Reizhusten in der Nacht kann eine leicht erhöhte Schlafposition den Reiz mindern.

Aus der Apotheke gibt es rezeptfreie Mittel aus verschiedenen Gruppen. Hustenstiller dämpfen den Hustenreiz und sind vor allem beim quälenden trockenen Reizhusten für die Nacht gedacht. Schleimlöser mit Wirkstoffen wie Acetylcystein oder Ambroxol sowie pflanzliche Präparate sollen zähen Schleim lockern. Hustenstiller und Schleimlöser passen nicht gut gleichzeitig, weshalb Sie die Auswahl mit Ihrer Apotheke besprechen sollten; Angaben zu Anwendung und Dosis stehen in der Packungsbeilage.

Eine Übersicht passender Präparate finden Sie in der Kategorie Erkältung, Grippe & Immunsystem. Wirkstoffe wie Acetylcystein lassen sich über die Produktsuche nach Preis vergleichen.

Hausmittel bei Husten

Beliebte Hausmittel sind warmer Tee, etwa mit Thymian oder Spitzwegerich, sowie das Inhalieren von Wasserdampf. Auch ein Löffel Honig wird oft als wohltuend erlebt, sollte kleinen Kindern unter einem Jahr aber nicht gegeben werden. Hausmittel eignen sich gut zur Begleitung, ersetzen bei hartnäckigem Husten aber nicht die ärztliche Abklärung.

Wann Sie ärztlichen Rat suchen sollten

Ärztlich abklären lassen sollten Sie Husten, der länger als etwa drei Wochen anhält oder immer schlimmer wird. Warnzeichen sind Atemnot, pfeifende Atmung, hohes oder wiederkehrendes Fieber, Schmerzen beim Atmen, Blut im Auswurf sowie ungewollter Gewichtsverlust und nächtliches Schwitzen. Bei Säuglingen, kleinen Kindern und Menschen mit Vorerkrankungen der Atemwege ist früher ärztlicher Rat angeraten. Eine Ärztin oder ein Arzt klärt die Ursache und entscheidet über das weitere Vorgehen.

Häufige Fragen zu Husten

Was hilft schnell gegen Reizhusten?
Beim trockenen Reizhusten helfen ausreichend trinken, feuchte Luft und beruhigende Tees. Für die Nacht kommen rezeptfreie Hustenstiller infrage, die den Reiz dämpfen. Zur Auswahl und Anwendung berät Sie Ihre Apotheke.
Was hilft bei Husten mit Schleim?
Bei produktivem Husten unterstützen viel Trinken und feuchte Luft das Abhusten. Schleimlöser aus der Apotheke sollen zähen Schleim lockern. Hustenstiller und Schleimlöser sollten Sie nicht unbedacht kombinieren, dazu berät Sie Ihre Apotheke.
Wie lange dauert Husten normalerweise?
Ein erkältungsbedingter Husten klingt meist innerhalb von etwa zwei bis drei Wochen ab, ein Reizhusten kann nach dem Infekt noch etwas länger bestehen. Hält der Husten deutlich länger an, sollte er ärztlich abgeklärt werden.
Wann ist Husten ein Fall für die Arztpraxis?
Bei Husten über etwa drei Wochen, Atemnot, hohem Fieber, Blut im Auswurf oder Gewichtsverlust und nächtlichem Schwitzen ist eine ärztliche Abklärung angeraten. Bei kleinen Kindern und Menschen mit Atemwegserkrankungen gilt das früher.

Unsere Einordnung: Erkältungsbedingter Husten ist meist harmlos und lässt sich mit ausreichend Flüssigkeit, feuchter Luft und rezeptfreien Mitteln aus der Apotheke gut begleiten, bis der Infekt abklingt. Hält der Husten länger als drei Wochen an oder kommen Atemnot, Blut im Auswurf oder Gewichtsverlust hinzu, gehört die Ursache in ärztliche Hände.

Mittel bei Husten vergleichen

Von Hustenstillern bis Schleimlösern: Vergleichen Sie rezeptfreie Präparate mehrerer Apotheken übersichtlich nach Preis und Versand.

Preise für Erkältung & Grippe ansehen

Quelle: Allgemeine Informationen zu Husten und Atemwegsinfekten, unter anderem gesundheitsinformation.de (IQWiG). Passend ergänzend: unser Ratgeber Halsschmerzen.