Durchfall: was schnell hilft und was Sie essen sollten

Häufiger, dünner oder wässriger Stuhlgang, oft zusammen mit Bauchkrämpfen: Durchfall ist unangenehm, aber meist harmlos und nach wenigen Tagen überstanden. Am wichtigsten ist es, den Flüssigkeitsverlust auszugleichen.

Stand: Juli 2026. Dieser Ratgeber dient der allgemeinen Information und ersetzt keine ärztliche Beratung. Bei starkem oder anhaltendem Durchfall wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Ihre Apotheke.

Damit Sie die Beschwerden besser einordnen können, klären wir hier die häufigsten Fragen: was hinter Durchfall steckt, was kurzfristig Linderung bringt, was Sie essen und trinken sollten und bei welchen Anzeichen eine ärztliche Abklärung angeraten ist.

Was Durchfall ist und wie er entsteht

Von Durchfall spricht man, wenn der Stuhl mehrmals täglich dünnflüssig abgeht. Meist ist die Ursache ein Magen-Darm-Infekt durch Viren oder Bakterien, der von allein wieder abklingt. Auch verdorbene Lebensmittel, eine ungewohnte Ernährung auf Reisen, Stress oder manche Medikamente können auslösend wirken. Der Körper scheidet dabei vermehrt Wasser und Salze aus, weshalb der Ausgleich von Flüssigkeit und Mineralstoffen im Vordergrund steht.

Ein akuter Durchfall dauert bei Erwachsenen in der Regel ein bis drei Tage. Hält er länger an, tritt er immer wieder auf oder kommen weitere Beschwerden hinzu, lohnt sich ein genauerer Blick auf die Ursache.

Was bei Durchfall allgemein hilft

Im Mittelpunkt steht ausreichendes Trinken, um den Verlust an Flüssigkeit und Salzen auszugleichen. Geeignet sind stilles Wasser und ungesüßte Tees. Bei stärkerem Durchfall können Elektrolytlösungen aus der Apotheke sinnvoll sein, die Wasser, Salze und etwas Zucker im richtigen Verhältnis liefern. Ruhe und Schonung unterstützen die Erholung zusätzlich.

Aus der Apotheke gibt es rezeptfreie Mittel aus verschiedenen Gruppen. Elektrolytpulver zum Auflösen unterstützt den Flüssigkeitshaushalt. Wirkstoffe, die die Darmbewegung bremsen, können die Beschwerden kurzfristig mindern, eignen sich aber nicht bei blutigem Durchfall oder hohem Fieber und sind für kleine Kinder nicht gedacht. Auch bestimmte Hefe- oder Kohlepräparate werden eingesetzt. Welches Mittel für Ihre Situation passt, besprechen Sie mit Ihrer Apotheke; Angaben zu Anwendung und Dosis stehen in der Packungsbeilage.

Eine Übersicht passender Präparate finden Sie in der Kategorie Magen, Darm & Verdauung. Produkte wie Elektrolytlösungen lassen sich über die Produktsuche nach Preis vergleichen.

Was Sie bei Durchfall essen sollten

Solange Ihnen nicht nach Essen ist, steht das Trinken an erster Stelle. Kehrt der Appetit zurück, sind leicht verträgliche Speisen eine gute Wahl. Bewährt haben sich Zwieback, Haferschleim, gekochter Reis, klare Brühe, geriebener Apfel und zerdrückte Banane. Sehr fettige, stark gesüßte oder scharfe Gerichte sowie Alkohol und Kaffee reizen den Darm dagegen eher.

Eine strenge Diät ist nach heutigem Wissen nicht nötig. Essen Sie in kleinen Portionen, was Sie vertragen, und steigern Sie die Menge langsam, sobald sich der Bauch beruhigt.

Hausmittel bei Durchfall

Beliebte Hausmittel sind geriebener Apfel mit Schale, zerdrückte Banane und warme Kräutertees, etwa mit Kamille oder Fenchel. Sie liefern etwas Flüssigkeit und werden oft als wohltuend erlebt. Hausmittel ersetzen bei starkem Durchfall aber weder das Trinken noch die ärztliche Abklärung.

Wann Sie ärztlichen Rat suchen sollten

Ärztlich abklären lassen sollten Sie Durchfall, der bei Erwachsenen länger als zwei bis drei Tage anhält oder sehr heftig ist. Warnzeichen sind Blut oder Schleim im Stuhl, hohes Fieber, starke Bauchschmerzen sowie Anzeichen eines Flüssigkeitsmangels wie ausgeprägter Durst, trockene Schleimhäute, wenig Urin oder Schwindel. Bei Säuglingen, Kleinkindern, älteren und geschwächten Menschen sowie nach einer Reise in tropische Regionen ist frühzeitig ärztlicher Rat angeraten. Eine Ärztin oder ein Arzt klärt die Ursache und entscheidet über das weitere Vorgehen.

Häufige Fragen zu Durchfall

Was hilft schnell gegen Durchfall?
Am wichtigsten ist es, viel zu trinken und den Verlust an Salzen auszugleichen, bei Bedarf mit einer Elektrolytlösung aus der Apotheke. Schonung und leicht verträgliche Kost unterstützen die Erholung. Zu weiteren rezeptfreien Mitteln berät Sie Ihre Apotheke.
Was sollte man bei Durchfall essen?
Leicht verträgliche Speisen wie Zwieback, Haferschleim, gekochter Reis, klare Brühe, geriebener Apfel und zerdrückte Banane sind gut geeignet. Sehr fettige, stark gesüßte oder scharfe Gerichte sowie Alkohol und Kaffee sollten Sie zunächst meiden.
Was sollte man bei Durchfall trinken?
Gut geeignet sind stilles Wasser und ungesüßte Tees. Bei stärkerem Durchfall gleichen Elektrolytlösungen den Verlust an Flüssigkeit und Salzen gezielt aus. Sehr zuckerhaltige Getränke sind weniger ratsam, da sie den Durchfall verstärken können.
Wann ist Durchfall ein Fall für die Arztpraxis?
Hält der Durchfall bei Erwachsenen länger als zwei bis drei Tage an oder kommen Blut im Stuhl, hohes Fieber, starke Schmerzen oder Zeichen eines Flüssigkeitsmangels hinzu, ist eine ärztliche Abklärung angeraten. Bei kleinen Kindern und älteren Menschen gilt das früher.

Unsere Einordnung: Akuter Durchfall ist meist harmlos und klingt von allein ab, wenn Sie ausreichend trinken, Salze ausgleichen und sich schonen. Rezeptfreie Mittel aus der Apotheke können die Zeit überbrücken. Treten dagegen Blut, hohes Fieber oder Zeichen eines Flüssigkeitsmangels auf oder sind Kinder oder ältere Menschen betroffen, gehört die Ursache rasch in ärztliche Hände.

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Quelle: Allgemeine Informationen zu Durchfall und Magen-Darm-Infekten, unter anderem gesundheitsinformation.de (IQWiG). Passend ergänzend: unsere Ratgeber Sodbrennen und Verstopfung.